Zahn Jahre Tafelarbeit sind ein Grund zu danken

|   Ahaus

Am Sonntag war es endlich soweit. Nach monatelanger Vorbereitung begann der Jubiläumstag der Ahauser Tafel um 11 Uhr mit einem Empfang im Karl-Leisner-Haus. Viele Ehrenamtliche, Kooperationspartner, Spender, Nachbarn und Unterstützer der Tafel waren der Einladung gefolgt, gemeinsam auf zehn Jahre Tafelarbeit zurückzublicken. Dabei stand im Vordergrund all jenen zu danken, welche die Tafelarbeit unterstützt und möglich gemacht haben. Nach einem geistlichen Impuls, in dem Pfarrer Plaßmann auf die Notwendigkeit der Hilfe am Nächsten hinwies und der Begrüßung durch die SkF-Vorstandsvorsitzende Mathilde Fischer, in der sie die Anwesenden durch die zehnjährige Geschichte der Tafelarbeit führte, richtete Karola Voß herzliche Worte des Dankes vor allem an die 85 Ehrenamtlichen der Tafel.

Frank Beckert moderierte im Anschluss die Podiumsdiskussion zur Leitfrage „Tafel - Fluch oder Segen?“ Helmut Flötotto, Referatsleiter für Soziale Arbeit im Caritasverband für die Diözese Münster, betonte die Verantwortung des Staates eine ausreichende Versorgung im Rahmen der Sozialleistungen zu schaffen. Die Regelsätze seien eindeutig zu niedrig, um damit den Lebensunterhalt zu decken. Neben der Verantwortung der Politik und des Staates unterstrichen Werner Leuker und Karola Voß die Bedeutung der Unterstützung von Hilfesuchenden in akuten Notlagen durch Institutionen wie die Tafel, welche das Sozialsystem nicht leisten könne. Während Theresia Hericks und Marlies Feldmann von ihren Beweggründen für ihr ehrenamtliches Engagement berichteten, betonte Pfarrer Plaßmann die Wichtigkeit, jeden einzelnen Hilfesuchenden mit seiner persönlichen Geschichte zu sehen. Dass genau dieser Blick in der Ahauser Tafelarbeit entscheidend ist, stellte Mathilde Fischer in der Diskussionsrunde heraus. Durch die Verbindung der Tafel mit der Allgemeinen Sozialberatung unter einem Dach mit weiteren beratenden Diensten würden weiterführende und nachhaltige Unterstützungsangebote für die Hilfesuchenden angeboten.

Es folgte die Ehrung der Ehrenamtlichen, die ebenfalls ihr eigenes Jubiläum feiern durften, da sie sich seit zehn Jahren in der Tafel engagieren. Untermalt wurde die Veranstaltung durch die musikalischen Einlagen des Ahauser Chors „Once Again“. Der Empfang klang bei Schnittchen und Sekt auf der sonnigen Terrasse des Karl-Leisner-Hauses aus.

Einen besonderen Grund zur Freude gab es auch noch: Getrud Stenau vom ortsansässigen Unternehmen Stenau überreichte einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 Euro für die Tafelarbeit.

Am Nachmittag öffnete dann die Ahauser Tafel ihre Türen, um allen Interessierten Einblicke in die Tafelarbeit zu gewähren. Anhand von Infostellwänden konnten sich die Besucher einen ersten Überblick über 10 Jahre Tafelarbeit in Worten und Bildern verschaffen. Ehren- und Hauptamtliche boten Tafelführungen an, in deren Rahmen viele interessierte Fragen beantwortet werden konnten. Die Kinder vertrieben sich die Zeit am Spielmobil des Jugendwerkes, wo den ganzen Nachmittag gekickt und gespielt wurde. Bei Kaffee und Kuchen, Kaltgetränken und Würstchen vom Grill genossen alle Besucher das sonnige Wetter. Das Highlight am Nachmittag war das Konzert der städtischen Kapelle, die als Nachbarschaftsgeschenk in großer Besetzung zwei Stunden lang für das begeisterte Publikum spielte.

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