Wo in Lünten noch Landwehren sichtbar sind

|   Vreden

Dr. Volker Tschuschke, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter des kult Westmünsterland, hielt in Lünten den Vortrag über die alten Landwehren rund um das sogenannte Kirchspiel Vreden. Interessierte folgten seinem spannenden Vortrag, der in der regionalen plattdeutschen Sprache gehalten wurde. Heute sind auch noch Spuren dieser alten Anlagen in Lünten sichtbar. Viele Fotos wie alte Karten verweisen auf die Aufzeichnungen von Franz Tenhagen, der Kaplan in Vreden war.

Die Landwehr ist nicht mehr geschlossen erhalten und mit neueren Verfahren konnten wieder Spuren sichtbar gemacht werden. Die Landwehren waren Schutzwälle mit Wall und Graben, um das Kirchspiel Vredens vor Übergriffen zu schützen. Manchmal waren auch es drei Wälle mit Gräben wie in Wennewick. Die Ernte und das Vieh konnten nicht so einfach gestohlen werden, bei Seuchen wurden die Schlagbäume geschlossen gehalten und man konnte bestimmte Personengruppen den Einlass bei den Durchlässen verwehren. Solange diese kilometerlangen Landwehren gepflegt wurden, blieben sie Schutz. Die Schlagbäume wurden von bestimmten Menschen bedient, die oft an den Schlagbäumen sesshaft waren oder wurden.

In friedlichen Zeiten verloren die Landwehren mit ihren Durchlässen an Bedeutung und der Verkauf dieser Flächen begann. Wer selbst auf Entdeckungsreise gehen möchte, legte Dr. Volker Tschuschke die Broschüre über die alten Vredener Landwehren ans Herz. Die Vorsitzende Christel Höink dankte für den informativen Vortag. Sie bat die Besucher, die Umgebung von Lünten anders im Blick zu nehmen, da die alten Landwehren gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Sie wünschte viel Spaß beim Spuren suchen.    

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