„Welt im Wandel. International. Erfolgreich wirtschaften.“

|   Ahaus

Wie müssen sich international agierende Unternehmen im Kreis Borken aufstellen, um ihr Exportgeschäft in einer Welt, die sich in einem starken Wandel befindet, zu sichern? Die Veranstaltung „WELT IM WANDEL – INTERNATIONAL .ERFOLGREICH.WIRTSCHAFTEN“, zu der die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) und die NRW.BANK jetzt ins Ahauser Schloss eingeladen hatten, ging diesen Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln mit Bankexperten und international tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Kreis Borken nach.

Guido Hellmer von der NRW.BANK stellte wichtige Förderinstrumente, die Unternehmen bei der Gestaltung der derzeit globalen Herausforderungen nutzen können, vor. Ob Digitalisierungskredit, ZIM-Programm, Effizienzkredit, Auslandskredit, Kredit für innovative Unternehmen oder diverse Eigenkapitalprogramme – oftmals sei der Weg über das Hausbankenverfahren der zielführende Weg, sich auf neue Herausforderungen einzustellen. „Wandel kann Chance oder Risiko sein. Mann muss ihn nur gestalten“, so Matthias Michaels von der Bürgschaftsbank NRW. Er stellte in seinem Vortrag die Unterstützungsmöglichkeiten der Bürgschaftsbank NRW und der Kapitalbeteiligungsgesellschaft dar. Wertvolle Tipps aus der betrieblichen Praxis vermittelte Ingo Trawinski, Prokurist und Leiter der WFG-Betriebsberatung. Zentrale Förderthemen der Unternehmen im Kreis Borken seien momentan die Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Energie-/Ressourceneffizienz und die Stärkung der Innovationskraft. Besonders hilfreich und derzeit stark nachgefragt sind dabei Förderinstrumente wie die Potentialberatung mit aktuell neuen Förderrichtlinien und der Bildungsscheck.NRW.

Der Kreis Borken habe sich immer schon im Wandel befunden und ist nach einem erfolgreichen Strukturwandel ganz aus eigener Kraft heraus und mit einer Exportquote von 38 Prozent sehr gut aufgestellt. Darin waren sich Landrat Dr. Kai Zwicker und Gabriele Pantring von der NRW.BANK in ihren Grußworten einig. Doch welcher Innovations- und Exportstrategien bedarf es vor dem Hintergrund der unsynchron verlaufenden Globalisierung, des Brexit sowie veränderter politischer Rahmenbedingungen?

Digitalisierung und Innovation im weltweiten Tempo sind ein Muss, ebenso wie die Verabschiedung ‚alter Verfahren‘. Unternehmen müssen sich dem Wandel heute mit neuer Offenheit und viel Aktivität stellen, um im globalen Wettbewerb auf Augenhöhe mithalten zu können. Dabei bleibt die Erschließung der Auslandsmärkte Chefsache. Statements wie diese entlockte die Moderatorin Anke Henrich ihren Gesprächspartnerinnen Ingrid Hentschel, NRW.BANK und Almut Schmitz, NRW.International. Diese empfahlen vor allem auch neue Prozesse und Wege, wie z.B. Workshops im Silicon Valley oder Gemeinschaftskooperationen bei Forschung und Entwicklung zu erproben. „Die NRW.BANK ist Partner im ‚Enterprise Europe Network‘ (EEN). Das Netzwerk, gefördert von der Europäischen Kommission, unterstützt Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Geschäfts- und Kooperationspartnern – insbesondere in Europa. Interessant ist hier auch die Unterstützung der Unternehmen beim Zugang zu europäischen Förderprogrammen, beispielsweise im F&E – Bereich und in der Innovationsförderung. Darüber hinaus bietet das Netzwerk Kooperationsbörsen und Unternehmerreisen in interessante europäische Märkte an“, so Ingrid Hentschel.

Wie lässt sich der Jahresumsatz mit einem Produktionsstandort in den USA auf 80 Mio. Euro jährlich steigern? Wie gelingt das Russland-Geschäft trotz Embargo? Wie bleibt man mit über 50.000 Produkten in Groß-Britannien präsent? Wie wandelt man China zum eigenen Exportmarkt um? Wie gelingt die Vertragsgestaltung mit indischen Partnern? Wie reagiert man auf zunehmend rauere Zahlungsmodalitäten? Spannende Antworten auf Fragen wie diese lieferten die Podiumsgäste der Talkrunde Anne Börger-Olthoff, Börger GmbH, Christiane Grün, 3M Central Europe Region, Dr. Konstantin Büscher, Haane welding systems GmbH & Co.KG und Björn Kemper, Kemper GmbH. Die Moderatorin und Wirtschaftsjournalistin Anke Henrich verstand es, den Unternehmerinnen und Unternehmern nicht nur ihre Erfolgsrezepte im jeweiligen Exportgeschäft, sondern auch sehr persönliche Eindrücke zu entlocken.

„Eine spannende Veranstaltung, die den Teilnehmern viele nutzbare Anregungen, Tipps und Ratschläge gebracht hat“, zogen WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider und Ingo Trawinski ein rundum positives Fazit und laden interessierte Unternehmen ein, sich am 27. Mai 2019 in der VR-Bank Westmünsterland in Borken in einem dialgorientierten Workshop noch einmal intensiver zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten in der Außenwirtschaft auszutauschen.

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