Wegerandstreifen in den Ahauser Außenbereichen

|   Ahaus

In Ahaus sollen nun auch in den Außenbereichen einige geeignete Wegerandstreifen renaturiert und mit insektenfreundlichem Saatgut neu angelegt werden. Die beabsichtigte insektenfreundliche Gestaltung von Wegerändern entlang von Wirtschaftswegen wurde bereits im Mai dem Landwirtschaftsausschuss vorgestellt. Derzeit werden erste geeignete Flächen für die Umsetzung gesucht. Die Stadt folgt damit dem Beispiel der Stadt Vreden. Dort hat die Stadt in Zusammenarbeit mit dem 2013 gegründeten Förderverein Kulturlandschaft Vreden e.V. das bereits seit 1995 bestehende Wegerandstreifenprogramm von der Stadt Vreden und der Biologischen Station Zwillbrock e.V. fortgeführt. Dazu erfolgte eine systematische Erfassung und Dokumentation der Wegerandstreifen in einer webbasierten Datenbank.

Auf Grundlage dieser Datenbank wurden die Wegerandstreifen mit einer entsprechenden Breite mit Hilfe des Fördervereins sukzessive neu angelegt und insektenfreundliches Saatgut ausgebracht.

Vertreterinnen und Vertreter der Ahauser Stadtverwaltung, des Landwirtschaftsausschusses und der Arbeitsgruppe Grün des Runden Tisches Nachhaltigkeit hatten am 30. Juni die Stadt Vreden in ihrem Rathaus besucht. Der Erste Beigeordnete der Stadt Vreden, Bernd Kemper, sowie der Vorsitzende des Fördervereins, Josef Levering, informierten über das Projekt zur Renaturierung von Wegerandstreifen in ihrer Stadt. Ziel und Zweck des Vereins ist die Förderung und Erhaltung der natürlichen Artenvielfalt.

Nach der Vorstellung des Projekts „Wegerandstreifen“ im Rathaus der Stadt Vreden konnten sich die Interessierten dann vor Ort ein Bild von der Umsetzung machen. Josef Levering sowie Christine Grünewald-Tentrup und Lucas Althoff von der Stadt Vreden begleiteten sie zu mehreren unterschiedlich alten Wegerandstreifen. Die Ahauser Gruppe war besonders von der großen Menge und Vielfalt der Pflanzen und der anzutreffenden Insekten (Schmetterlinge, Honig- und Wildbienen etc.) im Vergleich zu den benachbarten landwirtschaftlichen Nutzflächen beeindruckt. In einem Fall hatte ein Landwirt den Blühstreifen durch eine eigens angelegte Fläche mit Wildblumen ergänzt. Insgesamt wurde deutlich, dass die Wegerandstreifen bei entsprechender Breite und Länge erhebliches Potenzial zur Förderung der Artenvielfalt in der freien Landschaft haben.

Als positiven Nebeneffekt konnte die Stadt Vreden durch die Anlage der ökologisch wertvollen Wegerandstreifen auch Ökopunkte generieren, durch die sich die Bemühungen und die langfristige Sicherung refinanzieren ließen. Die ersten Wegerandstreifen in den Ahauser Außenbereichen werden im Herbst dieses Jahres angelegt. Innerörtlich hat der Baubetriebshof der Stadt Ahaus in den vergangenen Jahren insektenfreundliche Blühstreifen auf einer Fläche von inzwischen bereits etwa 20.000 Quadratmetern angelegt.

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