Vredener erinnern sich an die Pogromnacht vor 80 Jahren

|   Vreden

Über 100 Personen folgten der Einladung der Stadt Vreden zur Synagogengedenkstätte in der Twicklerstraße, um den Vredener Opfern der Judenverfolgung zu gedenken. Mit dem Musikstück "What if God was one of us" eröffneten Eva Maria König und Judith Rolvering die Gedenkfeier. Nach der Begrüßung durch den I. Beigeordneten Kemper verlas Gesine Resing einen Text der Zeitzeugin Anna Uhlmann.

Der Beigeordnete Kemper sagte, dass Rat und Verwaltung zu dieser Gedenkfeier eingeladen haben, nicht nur, um an die Ereignisse des 9. Novembers zu gedenken, sondern auch, um aufgrund der aktuellen fremdenfeindlichen Ereignisse wachsam zu sein. Der 9. November 1938 war der Beginn der systematischen Verfolgung von Juden in Deutschland. Mittels einer Präsentation mit gefühlvoll vorgetragener Hintergrundmusik von Eva-Maria König und Judith Rolvering wurde der 33 jüdischen Vredener Mitbürgerinnen und Mitbürger gedacht, die vertrieben, verfolgt und ermordet wurden.

Zum Abschluss verlas Gesine Resing einen Bibeltext aus dem Buch Genesis: „Einst hieß es, das Volk Abraham werde so zahlreich sein, wie die Sterne am Himmel". Zwischen 1933 und 1945 sind sechs Millionen von diesen Sternen ausgelöscht worden. Jeder Stern steht für einen Menschen aus diesem Volk, dessen Leben zerstört und dessen Familie auseinander gerissen wurde. Beendet wurde die Gedenkfeier mit dem Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen".

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