Vorgarten in Ahaus überzeugt beim Fotowettbewerb

|   Ahaus

Am 31. August war Einsendeschluss für den Fotowettbewerb „Rettet den Vorgarten“, der vom Verband Wohneigentum NRW gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW und dem Landesverband der Gartenbauvereine NRW unter der Schirmherrschaft von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser ausgelobt wurde. Seit Anfang April konnten Privatgartenbesitzer in ganz Nordrhein-Westfalen Fotos ihrer Vorgärten einsenden, zu gewinnen gab es jeweils einen Gutschein für eine landschaftsgärtnerische Dienstleistung im Wert von 1000 Euro. Aus den rund 200 Einsendungen wurden nun die fünf Gewinnergärten ermittelt – einer davon gehört Mechtild Schröder in Ahaus.

„Unser Vorgarten war damals noch sehr verwildert und ungepflegt“, erinnert sich Mechtild Schröder. „Hier stand eine große Birke, die alles bedeckt und viel Licht genommen hat.“ Es sei ein Prozess von insgesamt sieben Jahren gewesen, bis der Vorgarten der Schröders seine jetzige Gestalt angenommen habe. „Jedes Jahr sieht es hier ein wenig anders aus, weil sich immer wieder andere Stauden und Pflanzen durchsetzen – es wird also nie langweilig“, freut sich Mechtild Schröder über die Vielfalt vor ihrer Haustür. Beim Anlegen des Vorgartens war ihr besonders wichtig, den Fokus auf Bienen- und Insektenfreundlichkeit zu legen, um einen Beitrag zum Arten- und Umweltschutz zu leisten.

„Oft halten auch mal Besucher an, insbesondere Kinder, um unseren Vorgarten zu betrachten“, erzählt Mechtild Schröder. Gerne würde sie ihr eigens angeeignetes Wissen über Pflanzen und Saatgut weitergeben – und hat dafür auch schon eine Idee: „Ein kleiner Stand vor unserer Haustür wäre toll, um so den Besuchern im Vorbeigehen Informationen zu unserem Garten mitgeben zu können.“

Mit dem Fotowettbewerb haben die drei Verbände die Aufmerksamkeit auf die Fläche vor der Haustür gerichtet: Viel zu oft entdeckt man heutzutage graue, sterile Steinflächen in Wohnsiedlungen, die den Bereich zwischen Straße und Haus zieren. Vergebens sucht man hier nach Merkmalen wie Pflanzenvielfalt, Bodenschutz, Flächenentsiegelung und Lebensraum für Insekten und Tiere. Auch der Familie Schröder sind die sogenannten Schottergärten ein Dorn im Auge – daher setzt sie sich mit offenen Briefen an die Stadt und Kommunalpolitik dafür ein, dass weniger versiegelte Flächen insbesondere in Neubaugebieten entstehen. Ihren eigenen Vorgarten sehen sie als gutes Beispiel, um zu zeigen, dass es auch anders geht: „Deshalb möchten wir auch über unseren Vorgarten informieren und die Menschen aufklären, dass mit der richtigen Pflanzenauswahl der Pflegeaufwand für eine begrünte Fläche gar nicht so hoch ist, wie viele befürchten. Wer es richtig angeht, wird an seinem Vorgarten große Freude haben!“

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