Vom St. Josefshospital zum Altenwohnhaus

|   Legden

Ein altes Krankenhaus steckt voller Geschichten. Das 150-jährige Bestehen des St. Josefshospitals – heute Altenwohnhaus St. Josef – nimmt der Heimatverein Legden zum Anlass für einen öffentlichen Vortrag. Am Freitag, 18. November 2022, stellt der Autor Michel Hülskemper sein Buch zum Thema vor.

Anfangs nur 16 Betten

„Nur wirklich Kranke können aufgenommen werden, nicht solche, die bloß altersschwach sind.“ So hieß es in der alten Satzung. Sechzehn Betten standen anfangs zur Verfügung. Nach und nach wurde das Krankenhaus erweitert. Seine Blütezeit erlebte es wohl in den 1960-er Jahren. Wie anderen Dorfkrankenhäusern auch drohte ihm schon wenige Jahre später die Schließung, weil die Gesundheitspolitik in NRW neue Schwerpunkte setzte. Daraufhin beschloss die Pfarrgemeinde St. Brigida, das Haus in ein Altenheim umzuwandeln. Durch umfangreiche Veränderungen und Erweiterungen entstand nach und nach das Altenwohnhaus St. Josef, wie wir es heute kennen.

Recherche in Archiven und Gespräche mit Zeitzeugen

Michel Hülskemper hat eine Chronik des Hauses verfasst, die in diesem Jahr erschienen ist. Er hat nicht nur in Archiven geforscht, sondern vor allem viele Zeitzeugen befragt. „Für mich stehen die Menschen im Mittelpunkt, die hier ein- und ausgegangen sind“, erklärte er im Rahmen  der Vortragsankündigung. In fast jeder Familie in Legden gebe es Verbindungslinien zum Altenwohnhaus. Viele Legdener wurden hier geboren, als Patienten behandelt, operiert und gepflegt. Andere (oder dieselben) Männer und Frauen fanden hier einen Arbeitsplatz. Sie konnten ihre eigenen Erfahrungen mit der Veränderung der Einrichtung in das Buchprojekt einbringen.

Bekannte und Unbekannte kommen in der Chronik zu Wort, auch in Anekdoten und Alltagsgeschichten. „So etwa die ewige Schwester Oberin“, so Hülskemper mit einem Augenzwinkern, „der Bürgermeister im Kohlenkeller, der kleine Briefträger, die fleißigen Küchenmädchen, der spendable Vikar und viele andere mehr.“

Die Lesung findet statt am Freitag, 18. November 2022, um 19 Uhr im Saal des Heimathauses Legden, Busshook 6. Der Eintritt ist frei.

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