Viele Aktionen in der interkulturellen Woche

|   Vreden

Im Rahmen der interkulturellen Woche fanden wieder viele Angebote statt, welche die in Vreden lebenden Menschen miteinander verbinden. Die Woche startete mit 20 Interessenten mit dem Besuch des Kringdorfes Ammeloe und des Heimathauses Noldes. Hermann Völkering, Vorsitzender des Heimatvereins, berichtete über viele interessante Aspekte rund um die Geschichte von Ammeloe. Die neogotische Kirche im Kring und das Feuerwehrgerätehaus Ammeloe wurden besichtigt. Im Anschluss hatten alle Besucher bei Kaffee und dem traditionellem "Korinthenstuten" die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.

Unter dem Titel "Warum Hülsenfrüchte, Falafel & Co uns gut tun", referierte Monika Wissing. Der Vortrag wurde mit dem Probieren von verschiedenen Köstlichkeiten begleitet, die Ragdam Mohamed für die Besucherinnen und Besucher vorbereitet hatte. Für Nachfragen zur Zubereitung und Herstellung der Gerichte stand Fares Mohamed bereit. Das Familienzentrum MultiFaZ bot im Pfarrheim tanzbegeisterten Frauen Zumba zu lateinamerikanischer Musik an. "Tanzen und Musik verbindet rund um die Welt." Nimi Pun zeigte den Teilnehmerinnen nach einer kurzen Kennlernrunde die Zumba-Schritte. Zu jedem Song gab es eine leicht erlernbare Grundschrittfolge. Wie auch schon im letzten Jahr sorgte Samar aus Syrien mit arabischem Tanz und passender Musik für viel Freude und Fitness.

Der interkulturelle Stadtrundgang unter Leitung von Ingeborg Höting und durch Unterstützung der VHS war mit Menschen aus fünf verschiedenen Nationen gut besucht und brachte den Teilnehmenden wichtige Stationen in Vreden näher. Rund 60 Vredener Kindergartenkinder erlebten hautnah, wie das Märchen "Rotkäppchen" auf Russisch, Polnisch oder Deutsch klang. Die Bilder zum Märchen wurden als Kamishibai-Erzähltheater präsentiert. Ein Hör- und Augenerlebnis für Alle!

Erstmalig boten die Pfandfinder unter der Leitung von Fadi Rajab ein buntes Spielprogramm für Kinder ab 6 Jahren an. Passend zum Beginn des Spielnachmittags setzte sich die Sonne durch und gut 50 Kinder genossen das tolle aktive Programm auf der Wiese im Stadtpark. Den Abschluss der interkulturellen Woche bildete das interreligiöse Friedensgebet in der evangelischen Kirche. Es stand unter dem Titel "Das Leben ist ein Geschenk". Mit einer kurzweiligen Geschichte wurde erklärt, dass jedes Kind ein Geschenk ist. Der Kirchenchor begleitete die Veranstaltung mit Gesang, Nimi Pun tanzte mit einer Mädchengruppe, die mit ihren bunten Kleidern alle Zuschauerinnen und Zuschauer begeisterten. Am Ende gab es zwei Gerichte zum Probieren, die zur Geburt eines Kindes gereicht werden: Den hier in der Region bekannten Plass mit Butter und den sogenannten Meghli, Moghli, Meghleh oder Karawiyah. Dies ist ein levantinisches Dessert, das auf einem bemehlten Milchreis basiert, mit Anis, Kümmel und Zimt gewürzt ist und mit getrockneten Kokosflocken und verschiedenen Nüssen wie Mandeln, Walnüssen, Pinienkernen und Pistazien garniert wird.

Die interkulturelle Woche bekam damit einen schönen Abschluss in einer entspannten Atmosphäre mit vielen interessanten Gesprächen und Menschen. "Ich freue mich schon auf ein erneutes lebendiges Programm in 2020 und stehe neuen Ideen und Anregungen offen gegenüber" so Christine Ameling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden. Kontakt über: christine.ameling@vreden.de.

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