VHS-Vortrag online: Gecheckt und geliked

|   Kreis Borken

Dr. Norbert Fasse, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Borken, thematisiert im Rahmen der Reihe „Geschichte ist mehr…" den „medial-digitalen Overkill". Schon 2005 hat Hans-Heinrich Grosse Brockhoff, bis 2010 Kulturstaatssekretär des Landes Nordrhein-Westfalen, in einer bemerkenswerten Rede gesagt: „In einer Zeit, in der an einem Tag auf uns mehr Bilder, Zeichen, Töne, Informationen einstürmen, als noch vor 200 oder 150 Jahren auf einen durchschnittlichen Bürger in seiner ganzen Lebensspanne, hat die Einübung unserer Wahrnehmungsfähigkeiten in keiner Weise mitgehalten mit dieser Beanspruchung."

So hätten wir heute Probleme, nicht fremdbestimmt durch die Medien wahrzunehmen. Diese Diagnose ist 15 Jahre her, ein Innehalten ist nicht in Sicht. Fasse möchte daher - bildhaft ausgedrückt - endlich Wasser in den digitalen Schaumwein gießen, damit wir noch halbwegs nüchtern bleiben. Es gilt, die großen Vorzüge des Digitalen vor seinen penetranten Kommerzialisierern und Banalisiereren im Netz und in den Medien zu schützen und uns gegen die beständige Emotionalisierung und Erregungsbewirtschaftung (Ranga Yogeshwar) abzugrenzen. Dass es sich um keineswegs neue Herausforderungen handelt, macht der Rezitator und Kaberettist Markus von Hagen (Münster) mit Text-Einwürfen von Kurt Tucholsky und anderen Autorinnen und Autoren deutlich.

Ab Mittwoch, 14. April, um 19.30 Uhr, finden Sie den Vortrag auf dem YouTube-Kanal der VHS Borken: www.youtube.com; Suchleiste: VHS Borken. Für individuelle Fragen und Hilfestellungen steht Interessierten das VHS-Sekretariat telefonisch unter 02861/939 238 und per E-Mail unter vhs@borken.de zur Verfügung.

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