Unfallentwicklung mit positiven wie negativen Tendenzen

|   Kreis Borken

Am Mittwoch stellten Landrat Dr. Kai Zwicker, Polizeiabteilungsleiter Frank Burre und Olaf Gottschalk als Leiter der Verkehrsdirektion die Verkehrsunfallbilanz des vergangenen Jahres und damit verbundene Folgen für die Polizeiarbeit dar. Erfreulich - Landrat Dr. Zwicker konnte nach mehreren Jahren erstmalig einen Rückgang der Verkehrsunfälle von 10.966 auf 10.810 vermelden. "Die schlimmste aller Unfallfolgen trat im vergangenen Jahr einmal weniger ein als im Jahr 2017. 18 Menschen verloren bei Verkehrsunfällen auf unseren Straßen ihr Leben", so Landrat Dr. Zwicker, "leider stieg die Zahl der Schwerverletzten im vergangen Jahr um 136 an." "Das mit diesen Unfällen verbundene Leid zu verhindern und dazu beizutragen, die schweren Unfallfolgen zu minimieren, ist und bleibt eines der wichtigsten Ziele der Kreispolizeibehörde Borken. Neben der Präventionsarbeit ist die Verkehrsüberwachung, also auch die konsequente Verfolgung von Verkehrsverstößen unverzichtbar", so der Landrat weiter.

Erster Polizeihauptkommissar Olaf Gottschalk machte deutlich, dass die langfristige Entwicklung der Verkehrsunfälle mit Getöteten und Schwerverletzten im Gegensatz zu den Gesamtunfällen abnehmend ist und damit ein wichtiges Ziel der Verkehrssicherheitsarbeit erreicht ist. Dies ist sicher nicht allein auf die vielfältigen Maßnahmen der Polizei zurückzuführen", so der Direktionsleiter, "auch die Fahrzeugtechnik, der immer weiter optimierte Verkehrsraum und das Rettungswesen spielen eine große Rolle."

Olaf Gottschalk stellte dar, dass die hohe Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Menschen sehr eng damit zusammenhängt, dass der Kreis Borken eine Region mit einem sehr hohen Radverkehrsanteil darstellt. Dieser in vielen Dingen sehr positive Aspekt wirkt sich bei der Verkehrsunfallbilanz negativ aus, da entsprechend viele Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer an Verkehrsunfällen beteiligt sind und mangels Knautschzone fast immer verletzt werden.

Von den 1.865 bei Verkehrsunfällen verletzten Menschen waren 696 Fahrradfahrer, davon 163 Pedelecfahrer. Leider flüchtete auch im Jahr 2018 nahezu bei jedem fünften Verkehrsunfall einer der Beteiligten und versuchte sich so aus der Verantwortung zu stehlen. Bei Unfallfluchten mit Personenschäden lag die Aufklärungsquote bei 61,4 Prozent. Die ermittelten Personen mussten somit nicht nur versicherungsrechtliche, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen und den Verlust ihres Führescheins befürchten.

Polizeiabteilungsleiter Frank Burre verdeutlichte, dass die Verkehrssicherheitsarbeit in der Behörde eng verzahnt ist, nicht nur innerhalb der verschiedenen Direktionen, sondern auch mit anderen Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit, wie z.B. der Verkehrswacht, dem Fachbereich Verkehr und den Schulen.  "Die Präventionsarbeit hat neben der Verfolgung von Verkehrsverstößen eine tragende Rolle unserer Arbeit zur Verbesserung der Verkehrssicherheit", so der Leitende Polizeidirektor.

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