Über das Leben und Wirken von vier Vredener Ordensfrauen

|   Vreden

In der Petrus Canisius Kapelle am Haus Früchting und dem Herz-Jesu-Kloster hatten sich über 100 Gäste eingefunden, um den Lesungen aus den verschiedensten Lebensberichten der Vredener Ordensfrauen zu folgen. "Leben, was trägt. Mit den Füßen auf der Erde, mit dem Herzen bei den Menschen, verbunden mit dem Himmel." – unter diesem Leitgedanken standen die Berichte der Ordensfrauen, die entweder in Vreden geboren waren oder hier gewirkt hatten.

In der Pause bestand Gelegenheit für Gespräche mit den Ordensfrauen und zu einem kleinen Imbiss, der im Refektorium, dem Speiseraum des Klosters, angeboten wurde. Anlass für diese eindrucksvolle Veranstaltung aus der Reihe "Blickwinkel live – Lesungen an besonderen Orten" war die Schließung des Herz-Jesu-Klosters in Ellewick. Fast 90 Jahre nach der Grundsteinlegung verlassen die Canisianerbrüder und Clemensschwestern den traditionsreichen Ort.

Das Wirken von vier Ordensfrauen stand im Mittelpunkt des Abends. Die 91-jährigen Schwester M. Theolindis lebte seit über 50 Jahren im Ellewicker Kloster und war dort als Küchenleiterin tätig. Hanne Winkler-Bengfort stellte ihr Porträt vor. Die 82-jährige Schwester Tarcisia aus Vreden-Dömern war ab 1968 als Steyler Missionsschwester in Papua-Neuguinea eingesetzt und hat großen Anteil am Aufbau des dortigen Gesundheitswesens. Die verschiedenen und beeindruckenden Lebensstationen wurden von ihrer Nichte Marlies Beuting vorgestellt. Über die Lebensgeschichte von Schwester Georgis, die in vielen Familien durch ihre Koch- und Backkurse  bekannt geworden war, berichtete Marlies Fehmer.  Schwester Almuths Porträt wurde von Anja Rovering vorgetragen. Schwester Almuth kann nicht nur auf ein reiches Wirken in 35 Jahren in Vreden zurückblicken, sie engagiert sich jetzt noch tatkräftig in Tansania. Ihre nächste Reise sei schon für dieses Jahr geplant.

Das musikalische Rahmenprogramm gestalten die Sängerinnen des Chores "Jotapata". Am Ende der Veranstaltung kam bei einer spontanen Sammlung für die Hilfsprojekte der Ordensschwestern ein Betrag in Höhe von 600 Euro zusammen. "Wir haben uns über die große Besucherzahl und die positive Resonanz sehr gefreut", so Organisatorinnen Ria Sönnekes, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden, Ingeborg Höting und Christiane Lechtenberg.

Lesungen an besonderen Orten". Die nächste Veranstaltung wird am 8. März im Textilwerk Bocholt im Rahmen der Veranstaltung "Der Tag der Frauenrechte" am Internationalen Frauentag sein. Die Veranstaltungsreihe wird ermöglicht durch die Kooperation von Öffentlicher Bücherei St. Georg Vreden, der Gleichstellungsbeauftragten, dem Kulturamt der Stadt Vreden, dem kult Westmünsterland, dem aktuellen forum Volkhochschule sowie dem Bündnis für Familie in Vreden.

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