Tim Friggemann bester Prüfling auf B2-Niveau

|   Ahaus

14 Auszubildende aus den diesjährigen Oberstufen der Bildungsgänge Industrie, Großhandel und Banken erhielten aus den Händen des Schulleiters Reinhard Wehmschulte vom Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Ahaus ihre Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an der KMK-Fremdsprachenprüfung Englisch auf den Niveaustufen B2 entsprechend des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

In seiner Laudatio hob Wehmschulte die explizite Qualifikationsbereitschaft und den besonderen Leistungswillen der angehenden Kaufleute im Großhandel, der Industrie- und Bankkaufleute hervor. Er beglückwünschte die Absolventen zu ihren durchweg guten berufsspezifischen fremdsprachlichen Leistungen, die sie in der landesweiten zentralen Prüfung in vier Kompetenzbereichen situativ angemessen demonstriert hatten.

Insbesondere betonte er die herausragenden Leistungen des angehenden Kaufmanns im Groß- und Außenhandel Tim Friggemann (Schöpker & Dorgeist Stahl- und Röhrengroßhandel GmbH), der als bester Kandidat an der Prüfung auf der höchsten Niveaustufe B2 mit sehr gutem Erfolg teilgenommen hat. Inhaltlich wurde er - wie auch Tessa Roters (Essmann's Backstube GmbH), die als Prüfungsbeste des Bildungsgangs Industrie abschloss, mit Fragestellungen konfrontiert, die sich mit der strategischen Ausrichtung eines kaufmännischen Betriebs bezogen. So wurden z.B. aktuelle und zukünftige Trends am Arbeitsplatz thematisiert, positive Aspekte der Globalisierung herausgearbeitet oder auch sogenannte Fringe Benefits – also Lohnzusatzleistungen – aufgelistet, derer sich Unternehmen heutzutage bedienen müssen, um den Kampf um die klügsten Köpfe zu gewinnen.

Ellen Leuderalbert und Lina Brüning (beide Volksbank Gronau-Ahaus eG) absolvierten die Prüfung der Bankkaufleute auf B2-Niveau punktgleich mit jeweils 123 von möglichen 130 Punkten mit sehr gutem Erfolg.  Sie setzten sich mit Fragestellungen rund um das Thema „Moderne Bezahlmethoden“ auseinander. Dazu analysierten sie Studienergebnisse über das Bezahlverhalten von amerikanischen und britischen Konsumenten, um daraus unter anderem Rückschlüsse über die zukünftige Bedeutung des Bargeldes im deutschen Wirtschaftsleben ziehen zu können. Abschließend wurden Aufgaben thematisiert, mit denen sich deutsche Geschäftsbanken zukünftig befassen müssen, um im harten Wettbewerb bestehen zu können.

In seinen detaillierten Ausführungen unterstrich der Schulleiter gegenüber den Auszubildenden die Wichtigkeit solcher fremdsprachlichen berufsbezogenen Kompetenzen gerade im Hinblick auf die eigenen Karriereplanung, da diese Hard Skills zunehmend von den hiesigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern im Hinblick auf die fortschreitende Europäisierung und Globalisierung der Märkte gewünscht werden. Darüber hinaus würde gerade in den lokalen Industrieunternehmen, aber auch in den Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken vor dem Hintergrund der Flüchtlingssituation und den damit verbundenen Integrationsmaßnahmen die fachbezogene fremdsprachliche Kompetenz eine neue Bedeutung erhalten.

Da die Vorbereitung der Absolventen auf die europaweit anerkannte Prüfung im fachbezogenen berufsschulischen Englischunterricht stattfindet, betrachte er das Fremdsprachenzertifikat als einen weiteren Baustein, um das Profil des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung Ahaus in der öffentlichen Wahrnehmung als Europaschule zu schärfen und bedankte sich bei den Fachlehrern für ihr Engagement.

Abschließend ermutigte Herr Wehmschulte die angehenden Kaufleute, auch weiterhin den eingeschlagenen Weg der beruflichen Qualifizierung konsequent zu verfolgen. Eine derartige Lern- und Leistungsbereitschaft, die sie durch die Teilnahme an der umfangreichen Prüfung bewiesen hätten, würde sie zu wertvollen und unverzichtbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den hier ansässigen Unternehmen werden lassen.

Mit den erfolgreichen Absolventen freute sich auch das Prüfungsteam, bestehend aus den Fachlehrern Maike Bleckwedel, Hendrik Faßelt und Eugen Dräger.

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