„Talente entdecken – Talente fördern“

|   Kreis Borken

Talente im Sport entdecken und fördern ist eine gemeinsame Aufgabe von Schule und Sportverein – darin waren sich die rund 50 teilnehmenden Lehrkräfte und Vereinsmitarbeiter beim dritten Fachtag im Rahmen des Paktes für den Sport einig. Der Kreis Borken, das Schulamt im Kreis Borken und der KSB Borken hatten zum Fachtag „Talente entdecken – Talente fördern“ eingeladen und den Interessierten damit eine Plattform geboten, sich über die Nachwuchsförderung zu informieren und auszutauschen.

Zu Beginn der Veranstaltung berichtete Esther Spöler vom RC Borken-Hoxfeld im Interview mit Moderator Jens Watermann, wie sie zum Volleyball gekommen ist. „Angefangen hat alles mit einem Schnuppertraining, dass vom Verein in der Grundschule angeboten wurde“, so Esther Spöler über ihren Werdegang. Mittlerweile ist sie Stammspielerin bei den Skurios Volleys und spielt in der 2. Bundesliga Frauen. Zu den Highlights ihrer Karriere gehören der Einsatz in der U18-Nationalmannschaft bei der WM in Peru 2015 sowie im letzten Jahr ungeschlagen Meister zu werden in der 2. Volleyball-Bundesliga der Frauen.

Bis zu solchen sportlichen Erfolgen ist es aber ein langer Weg für talentierte Nachwuchssportler/innen. Wie Kinder bereits in jungen Jahren gefördert werden können, wie Talente gesichtet werden und welchen Herausforderungen sich die Talentförderung stellen muss, darüber tauschten sich Sven Böhme (Leistungsstützpunkt Volleyball), Jürgen Palm (Leistungsstützpunkt Leichtathletik), Andreas Wanninger (DFB-Stützpunkttrainer Fußballkreis Ahaus/Coesfeld) und Joachim Krins von der Landesstelle Nachwuchsförderung der Staatskanzlei NRW in der anschließenden Talkrunde aus. Wichtige Voraussetzung für den Leistungssport ist aus ihrer Sicht eine vielseitige motorische Grundausbildung bereits im Grundschulalter. Hier können Vereine und Schulen ansetzen. Außerdem können Vereine durch Schnupperangebote oder Sportaktionstage in Schulen für ihre Sportarten begeistern und zugleich mögliche Talente in den Blick nehmen. Positiv ist, wenn es für Sportvereine feste Ansprechpartner in Schulen gibt, mit denen die Kooperation gestaltet werden kann. Über weitere Ideen und Unterstützungsmöglichkeiten aber auch über Probleme in der Talentförderung tauschten sich dann die Teilnehmenden in Kleingruppen in den Sportarten Volleyball, Leichtathletik und Fußball aus.

Einen Gesamtüberblick über die Förderstrukturen im Leistungssport auf Schul- und Vereins-/Verbandsebene in NRW gab Joachim Krins von der Staatskanzlei NRW. Dabei ging er einerseits auf das Stützpunktsystem im organisierten Sport ein, welches über die Fachverbände gesteuert wird und erläuterte andererseits das Verbundsystem von Schule und Leistungssport. Auch wenn es keine NRW-Sportschulen oder Eliteschulen des Sports im Kreis Borken gibt, können hiesige Schulen ihren Beitrag leisten und vor allem die athletische Grundausbildung von Kindern fördern. Darüber hinaus bestehen schulrechtlich verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, z. B. Leistungssportler für Wettkämpfe oder Trainingslager vom Unterricht zu befreien. Im Verein kann im Training an die athletische Grundausbildung angeknüpft und insbesondere die sportartspezifische Ausbildung durchgeführt werden.

Kurze Informationen zu den Aufgaben und Wege der Leistungsstützpunkte gaben zum Ende der Veranstaltung Andreas Wanninger für den DFB-Stützpunkt Hochmoor, Sven Böhme für den Volleyball-Stützpunkt in Bocholt und Jürgen Palm für den Leichtathletik-Stützpunkt in Rhede. Die Partner im Pakt für den Sport, Kreis Borken, Schulamt für den Kreis Borken und KSB Borken waren sich einig, mit diesem Fachtag einen Beitrag geleistet zu haben zur Sensibilisierung für die Talentförderung und zugleich Sportlehrkräften bzw. Vereinsvertreter/innen Ansatzpunkte für Kooperationen gegeben zu haben.

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