Synode tagt erstmals unter Leitung von Susanne Falcke

|   Kreis Borken

Am Samstag, 11. Juni 2022, tagten die Mitglieder des Kirchenparlaments des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken in der Mensa am Ring in Münster. Es war die erste Synode, die unter der Leitung von Superintendentin Susanne Falcke stattfand.

Falcke, die Anfang des Jahres das Amt der leitenden Theologin des Kirchenkreises angetreten hatte, gab einen Ausblick auf die vier großen Themen, die den Kirchenkreis und seine 20 Kirchengemeinden in den nächsten zwei Jahren prägen werden.

Hierzu gehören neben der Finanzierung der evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis und dem Thema Fundraising auch die Frage, welche Kirchen im Kirchenkreis langfristig erhalten werden sollen. Denn klar ist, dass nicht alle Gebäude angesichts sinkender Mitgliederzahlen und steigender Unterhaltkosten auf Dauer erhalten werden können. Hinzu komme, dass die Kirchengemeinden nicht alle Gebäude an die ehrgeizigen Klimaziele der Landeskirche anpassen können, so Falcke.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Personalplanung der Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis. Interprofessionelle Pastoralteams sollen in Zukunft die Versorgung der Kirchengemeinden sicherstellen. Sie bestehen aus Pfarrerinnen, Gemeindepädagogen, Jugendreferentinnen und Diakonen. Mehrere Kirchengemeinden werden sich zu einem „Pastoralen Raum“ zusammenschließen müssen, in dem diese Interprofessionellen Pastoralteams gemeindeübergreifend arbeiten.

Falcke sprach von „herausfordernden Zeiten“, vom „Suchen und Ringen um neue Formen kirchlichen Lebens, die sowohl Tragfähigkeit besitzen als auch einladend wirken“. Sie hoffe, dass Kirchenkreis und Kirchengemeinden miteinander unterwegs sind, um die anstehenden Veränderungsprozesse gut miteinander zu bewältigen und zu gestalten.

Einen wichtigen Beschluss in Sachen Klimaschutz fasste die Synode mit dem Votum zur Einrichtung von zwei geförderten Personalstellen für Klimaschutzmanagement, die für die drei Münsterland-Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg zuständig sein werden und die Kirchengemeinden dabei unterstützen sollen, ihre Gebäude bis spätestens 2040 klimaneutral zu unterhalten.

Die Arbeitsgruppe Schutzkonzept berichtete über den Fortgang der Erarbeitung der Schutzkonzepte, die derzeit in allen Kirchengemeinden des Kirchenkreises zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen oder gewaltsamen Übergriffen erarbeitet werden. Diese müssen im April 2023 vorliegen.

Hintergrund Synode

Die Mitglieder der Synode setzen sich aus den Delegierten von 20 Kirchengemeinden im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken sowie den kreiskirchlichen Diensten und Werken zusammen. Den über 100 Mitgliedern des Kirchenparlaments obliegt die Leitung des Evangelischen Kirchenkreises; sie vertreten rund 80.000 evangelische Christen im Westmünsterland.

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