SuS-Leichtathleten holen fünfte Plätze beim DJMM-Westfalenfinale

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Das diesjährige Finale der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften (DJMM), für das sich in den jeweiligen Alters- und Disziplingruppen die jeweils besten acht Mannschaften aus Westfalen in Vorwettkämpfen qualifizieren, fand in Siegen-Kreuztal statt. Die äußeren Bedingungen waren sehr schlecht, da es von Anbeginn des Wettkampfes bei niedrigen Temperaturen zunächst leicht und später dann bis zum Ende hin stark regnete. Der SuS Stadtlohn hatte sich mit zwei U18-Auswahlen qualifiziert und holte am Ende ersatzgeschwächt zwei gute fünfte Plätze in Westfalen.

Beim Blick auf das Teilnehmertableau fällt auf, dass sich dort mittlerweile überwiegend „Großvereine“ (z.B. TV Wattenscheid) oder Zusammenschlüsse von verschiedenen Vereinen (z.B. LG Kreis Gütersloh; LAC Veltins Hochsauerland; STG Ibbenbüren/ Recke) wiederfinden. Dies vor dem Hintergrund, dass die „Großvereine“ die Athleten aus einem größeren Umfeld zusammenziehen (müssen), um eine entsprechende Anzahl von Athleten mit einem entsprechenden Leistungsvermögen zusammen zu bekommen. Insofern ist der SuS Stadtlohn als Einzelverein bereits eine Ausnahme. Aufgrund dieser Entwicklung der zurückgehenden Sportlerzahlen wurden in den vergangenen zwei Jahren seitens des Verbandes (FLVW) auch immer 14- und 15-jährige Teilnehmer - sowohl bei den Qualifikationswettkämpfen als auch im Finale - zugelassen. In diesem Jahr wurde – entgegen im Vorfeld verbandsseitig zugesagter gleicher Verfahrensweise - die entsprechende Regelauslegung insofern geändert, dass 14-jährige Athleten nicht mehr zugelassen wurden. Diese „Nicht-Zulassung“ erfolgte erst eine Woche vor dem Wettkampf ohne explizite Information der betroffenen Vereine. Dies führte dazu, dass seitens des SuS Stadtlohn neun Athleten nicht mehr starten durften. Dies hatte neben einer Schwächung der Teams auch diverse Umstellungen innerhalb der Mannschaft zur Folge. Des Weiteren führte das zu einer deutlichen Mehrbelastung der verbliebenen Mannschaftsmitglieder im Wettkampf und nicht zuletzt zu einer starken Enttäuschung der von der Nicht-Zulassung  betroffenen Athleten. Diese Entwicklung in der Leichtathletik führt mittel- bis langfristig dazu, dass kleinere Vereine es zukünftig zunehmend schwerer haben werden, an attraktiven Wettkämpfen teilnehmen zu können. In der Folge wird die Attraktivität der Leichtathletik in der Fläche leiden.

Die beiden weiblichen und männlichen U18-Mannschaften des SuS Stadtlohn mussten also an diesem Tag gegen die widrigen äußeren Bedingungen und gegen die Folgen der beschriebenen kurzfristigen Änderung in der Regelauslegungen durch den Verband ankämpfen. Leistungsstarke Athleten, die als „Punktegaranten“ galten, fielen weg, die weiteren Mannschaftsmitglieder mussten deutlich mehr Disziplinen in kurzen Abständen bestreiten. Trotz dieser beschriebenen Umstände stellten sich beide Mannschaften dem Wettkampf und wurden dabei von den mitgereisten „nicht zugelassenen“ Mannschaftskameraden unterstützt.

Die acht Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren - Indra Puszcz, Elena Dirks, Liv-Grete Krumme, Julie Krumbeck, Lynn Nordkamp, Adela Badzic, Franziska Rothering und Charlotte Schlütter - starteten bei der DJMM in den Disziplinen Kugelstoßen, 100 Meter, 100-Meter-Staffel, Weitsprung und 800 Meter. Mit der aus dem Qualifikationswettkampf erreichten Punktzahl von 5072 Punkten hatten die Mädchen die zweitbeste Vorleistung. Nach Start des Wettkampfs und der dritten von fünf Disziplinen (Kugelstoßen, 100 Meter, Staffel) lagen die Mädchen noch hinter der LG Wittgenstein und der STG Bielefeld auf Platz drei. Im Weitsprung mussten sie die ihnen zu diesem Zeitpunkt dicht auf den Fersen folgende STG Lüdinghausen an sich vorbeiziehen lassen. Den knappen Rückstand von 30 Punkten konnten die Mädchen dann unter anderem aufgrund der Mehrbelastung durch die verringerte Mannschaftsstärke nicht mehr aufholen und verloren gegen stark laufende Mädchen aus Lüdinghausen weitere Punkte. Sie mussten auch die bis zu diesem Zeitpunkt noch hinter ihnen liegende LG Kindelsberg vorbeiziehen lassen und belegten somit mit 4651 Punkten einen guten fünften Platz. Der Sieg ging an die LG Wittgenstein mit 5167 Punkten vor den zweitplatzierten STG Bielefeld mit 5051 Punkten und der STG Lüdinghausen mit 4837 Punkten.

Die männliche U18-Mannschaft mit Tobias Spilleman, Johannes Bonin, Moritz Gehling, Felix Claushues und Pascal Spilleman trat in der Gruppe zwei in den Disziplinen Speerwurf, 100 Meter, Weitsprung, 100-Meter-Staffel, Kugelstoßen, Hochsprung und 800 Meter an. Gegenüber dem Qualifikationswettbewerb, in dem sie sich in Gruppe drei (genannte Disziplinen ohne Hochsprung und Speerwurf) qualifiziert hatten, mussten sie im Finale nun in Gruppe zwei antreten, da sich in Westfalen keine andere Mannschaft in der Gruppe drei um einen Startplatz beworben hatte. Die somit auf die absolute Minimalbesetzung von fünf Athleten reduzierte Mannschaft erreichte dennoch mit 6880 Punkten einen guten fünften Rang. Der Sieg ging an die gastgebende LG Kindelsberg mit 8304 Punkten.

Alle Athleten und die mitgereisten Trainer waren am Ende des Tages zufrieden mit dem Ergebnis und froh, in einem warmen und trockenen Bus nach Hause fahren zu können.

 

 

 

 

 

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