Sturmtief Friederike legt richtig los

|   Kreis Borken

Update 17 Uhr: Die Feuerwehr Ahaus ist anlässlich der Unwetterlage mit etwa 140 Einsatzkräften der fünf Löschzüge und der Feuer- und Rettungswache im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Die Feuerwehr wird durch die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes und deren Technik unterstützt. Abgearbeitet wurden bis jetzt etwa 100 Einsätze. Auch derzeit gehen immer noch Anrufe/Einsatzaufträge in der Einsatzzentrale der FRW Ahaus ein. Diese Abarbeitung dieser Einsätze wird in Abhängigkeit der Wetterentwicklung bis in die Abendstunden hinein erforderlich sein. Hierbei waren die Einsatzkräfte durch umherfliegende Teile z.T. erheblichen Gefahren ausgesetzt. Auch das Beseitigen von umgestürzten Bäumen stellte aufgrund der unter Spannung stehen Teile der Bäume eine erhebliche Gefährdung dar und verlangt äußerste Vorsicht und professionelles Handeln. Zahlreiche entwurzelte Bäume stürzten auf Gebäude und Fahrbahnen, ein Baum stürzte auf einen Flüssiggastank. Auf der Autobahn kam es zu mehreren Verkehrsunfällen. Ein umgestürzter LKW musste durch die Feuerwehr gesichert werden, da dieser über die Leitplanke hinweg auf die Gegenfahrbahn zu stürzen drohte. Mehrere Pkw wurden durch Windböen erfasst und überschlugen sich mehrmals. Mehrere Fahrbahnen innerhalb des Stadtgebietes sowie die BAB A31 mussten zunächst zeitweise gesperrt werden, da die Gefahr von umstürzenden Bäumen bestand. Eine Freigabe kann ggfls. erst nach Beruhigung der Wetterlage und vorheriger Begutachtung erfolgen. Im Industriegebiet Ost droht eine Dachfläche einzustürzen, hier wurden Sicherungsmaßnahmen veranlasst. Ein größeres Baugerüst kam in der Innenstadt zum Einsturz und fiel auf die Fahrbahn. Zu den Unwettereinsätzen waren zudem zahlreiche Rettungsdiensteinsätze und Standardfeuerwehreinsätze (ausgelöste Brandmeldeanlage etc.) abzuarbeiten. Alle Einsätze werden erfasst, nach einer Priorisierung abgearbeitet und ggfls. erst nach Beruhigung der Wetterlage bearbeitet. Zur Versorgung der Einsatzkräfte wurde der DRK-Ortsverein Ahaus eingesetzt.

Update 15.40 Uhr: Ein Einsatzschwerpunkt der Feuerwehren ist der Raum Bocholt. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker nach einer Lagebesprechung am frühen Nachmittag im Borkener Kreishaus mit. Rund 160 Einsätze infolge des Sturms Friederike gab es dort bis dahin. Kreisweit verzeichnete die Kreisleitstelle bisher 519 sturmbedingte Einsätze. Neben der Feuerwehr ist auch das Technische Hilfswerk im Einsatz. Hier die örtlichen Einsatzzahlen (bis zum frühen Nachmittag): Ahaus: 40; Bocholt: 158; Borken: 50; Gescher: 15; Gronau: 46; Heek: 9; Heiden: 8; Isselburg: 27; Legden: 12; Raesfeld: 14; Reken: 16; Rhede: 31; Schöppingen: 11; Stadtlohn: 28; Südlohn: 8; Velen: 15; Vreden: 31. Zur Verstärkung des Rettungsdienstes hatte der Kreis Borken Fahrzeuge der Hilfsorganisationen alarmiert. Die zeitweilig überlastete Notrufnummer 112 im Kreis Borken ist wieder zu erreichen.

Bei den witterungsbedingten Verkehrsunfällen im Kreis Borken wurden zwei Personen leicht und eine schwer verletzt. In einzelnen Ortslagen kam es zu zeitweiligen Stromausfällen. Die Kreispolizeibehörde meldet bisher rund 175 sturmbedingte Einsätze. Aufgrund besonderer Gefahrenlagen mussten über das gesamte Kreisgebiet verteilt zeitweise bis zu 16 Straßensperrungen eingerichtet werden. Außerdem mussten einzelne Stadtbereiche gesperrt werden. Eine Reihe von Sperrungen besteht aus Sicherheitsgründen weiterhin. Ausdrücklich warnt Landrat Dr. Kai Zwicker vor Gefahren auch nach Abflauen des Sturms. Es drohen weiterhin Dachziegel abzufallen und Bäume bzw. Äste abzubrechen. Daher sollten auch in den nächsten Tagen keine Wälder aufgesucht werden.

Update 15.35 Uhr:  In Stadtlohn laufen seit 14 Uhr die Aufräumarbeiten an Ausfahrstraßen. Die Feuerwehr wird dabei durch Kräfte des städtischen Bauhofs unterstützt. Die Straßensperrungen werden sukzessive aufgehoben. Die Unwetterwarnstufe Warnstufe lila wurde zurückgesetzt auf Warnstufe rot bis 18 Uhr. Die L572 in Richtung Südlohn ist wieder befahrbar, ebenso Ortsdurchfahrt Grabenstraße. Einsatzschwerpunkt zurzeit sind noch am Düwing Dyk, an der K33 und an der Russenstraße. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte mit allen Feuerwehrfahrzeugen im Einsatz, dazu 15 Personen als Unterstützung vom städtischen Bauhof und 10 Personen Unterstützung durch das DRK für die Herstellung einer Versorgungslage. Die größten Schäden: Dachabdeckung Flachdach Weststraße; Dachabdeckung Mühlenbrücke ehem. Gaststätte Berger; Scheune Hof Berghaus, Wendfeld, zusammengestürzt; Lessingstraße 41: umgestürzter Baum hat Carport, darunter stehendes Fahrzeug und Hausgiebel zerstört; Scheune Deggerich Estern zerstört.

Update 15.16 Uhr: Die aktuelle Gefahrenlage durch das Sturmtief Friederike ist deutlich zurückgegangen. Dennoch gibt es weitere Einsätze infolge des Sturms, da nun entstandene Schäden und Gefahrenstellen (z.B. verdrehte Ampeln, verbogene Schranken, vom Umfallen bedrohte Bäume etc.) gemeldet werden. Nach der bisherigen Auswertung kam es bis 15 Uhr für die Polizei zu ca. 175 sturmbedingten Einsätzen, hauptsächlich handelte es sich um Gefahrenstellen durch umgestürzte Bäume, herabfallende Dachziegel, abgedeckte Dächer etc., aber auch um Verkehrsunfälle. Bei den witterungsbedingten Verkehrsunfällen wurden zwei Personen leicht und eine schwer verletzt (gegen 12.20 Uhr kippte auf der B 70 in Höhe Vreden-Lünten ein Lkw um. Der Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt. Die B 70 musste bis ca. 14.30 Uhr gesperrt werden). Kreisweit kam es zu 16 Straßensperrungen und die zuständigen Kommunen sperrten aufgrund der Gefahrenlage zudem einzelne Gebiete (z.B. Bocholter Stadtwald, Gescherer Innenstadt).

Update 14.55: Auch aus Heek haben uns inzwischen von Martin mensing einige Bilder erreicht. Es besteht  weiterhin eine Gefahr von umherfliegenden Teilen wie Ästen, Dachziegeln, Werbeplakaten, Dachabdeckungen und sonstigen Gegenständen. Menschen sollten Abstand von Gebäuden, Gerüsten und Hochspannungsleitungen sowie Bäumen halten. Aktuelle Infos gibt es auf der Seite www.heek.de

Update 13.37 Uhr: Seit etwa 9 Uhr ist die Feuerwehr Ahaus anlässlich der Unwetterlage mit etwa 140 Einsatzkräften der fünf Löschzüge und der Feuer- und Rettungswache im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Die Feuerwehr wird durch die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes und deren Technik unterstützt. Zahlreiche entwurzelte Bäume stürzten auf Gebäude und Fahrbahnen. Ein Baum stürzte auf einen Flüssiggastank. Auf der Autobahn kam es zu mehreren Verkehrsunfällen. Ein umgestürzter LKW musste durch die Feuerwehr gesichert werden, da dieser über die Leitplanke hinweg auf die Gegenfahrbahn zu stürzen drohte. Ein Pkw wurde durch eine Windböe erfasst und überschlug sich mehrmals. Mehrere Fahrbahnen mussten zunächst gesperrt werden, da die Gefahr von umstürzenden Bäumen besteht. Eine Freigabe kann ggf. erst nach Beruhigung der Wetterlage und vorheriger Begutachtung erfolgen. Ein größeres Baugerüst kam in der Innenstadt zum Einsturz und fiel auf die Fahrbahn. Zu den Unwettereinsätzen sind zudem zahlreiche Rettungsdiensteinsätze und Standardfeuerwehreinsätze (ausgelöste Brandmeldeanlage etc.) abzuarbeiten. Alle Einsätze werden erfasst, nach einer Priorisierung abgearbeitet und ggf. erst nach Beruhigung der Wetterlage bearbeitet. Sollte man die übliche Notrufnummer 112 nicht erreichen, kann man sich bei einem zeitkritischen Ereignis auch an die Tel. 02561/95410 wenden.

Update 13.25 Uhr: Im Kreis Borken ist die Notrufnummer 112 zeitweilig überlastet. Anrufer sollten dann auf die Telefonnummer 02861-19222 ausweichen, die auch in der Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungswesen aufläuft.

Update 13.16 Uhr: Aktuelle Einsatzlage: Die L 572 von Stadtlohn Richtung Südlohn ist vorerst komplett gesperrt

Update 13.15 Uhr: Bis 12.45 Uhr kam es für die Polizei zu mehr als 70 Einsätzen in Folge des Sturmtiefs Friederike. In den meisten Fällen handelt bzw. handelte es sich um Gefahrenstellen im öffentlichen Verkehrsraum durch umgefallene Bäume, herabstürzende Dachziegel und ähnliche Anlässe. Es kam auch zu sechs Verkehrsunfällen in Zusammenhang mit dem Sturm (nach dem bisherigen Stand allesamt ohne verletzte Menschen). Eine Person wurde in Vreden von einem umstürzenden mobilen Toilettenhäuschen erfasst und leicht verletzt. Über mögliche weitere Vorfälle mit Personenschäden liegen noch keine Erkenntnisse vor. Die Bilanz der Feuerwehr und Rettungsdienste ist in dieser Meldung nicht berücksichtigt. Bei der Einsatzleitstelle der Polizei ist das Notrufaufkommen nach wie vor sehr hoch. Eine Entwarnung kann somit noch nicht gegeben werden. Neben den Informationen, die über die Medien verbreitet werden, ist auch die kostenfreie NINA App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe als gutes Warninstrument zu empfehlen. Mit  dieser App geben z.B. die Feuerwehr- und Rettungsleitstellen lokale Warnmeldungen heraus.

Update 12.45 Uhr: Auch der Kreis bilanziert (Stand: 12 Uhr): Der Sturm Friederike hat in den vergangenen Stunden den Kreis Borken mit großer Wucht erreicht. Abgedeckte Dächer, herabfallende Dachziegel, umgestürzte Bäume, blockierte Straßen und Stromausfälle sind die Folge. Die Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungswesen meldet aktuell 350 laufende Einsätze von Feuerwehren und Hilfsorganisationen . Bei der Kreispolizei waren am Vormittag bereits über 200 Notrufe eingegangen. Personenschäden sind bislang nicht gemeldet. Folgende Meldungen mit Ortsbezug liegen derzeit vor (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Autobahn A 31 zwischen Legden/Ahaus und Gescher/Coesfeld nach LKW-Unfall gesperrt; In Reken und Raesfeld ist der Strom ausgefallen; Die Innenstädte von Gescher und Rhede sind gesperrt, da Dachziegel von den Dächern geweht werden. Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland schließt aus Sicherheitsgründen ihre Anlagen in Gescher für Anlieferverkehr. Das Kulturzentrum kult Westmünsterland in Vreden ist bereits wegen gesperrter Zufahrtswege geschlossen.

Das Orkantief Friederike hat das Westmünsterland erreicht. Heftige Windböen fegen über das Land und haben bereits erste Schäden angerichtet. 

In Stadtlohn wurden an der Burgstraße, Ecke Mühlenstraße, Teile eines Daches abgerissen und landeten auf der Straße. Die Feuerwehr hat den Bereich abgesperrt und gesichert. "Mehr können wir auch nicht machen", so Wehrführer Günter Wewers

Der Kreis Borken teilt mit, dass die Förderschulen des Kreises, die Hans-Christian-Andersen-Schule in Südlohn und die Overbergschule mit den beiden Standorten Ahaus und Bocholt geschlossen bleiben.

Auch in Stadtlohn trifft man Vorsichtsmaßnahmen. Hier endet der Unterricht nach der zweiten Stunde. Die Buskinder aus Stadtlohn und den umliegenden Orten werden zeitnah nach der zweiten Stunde an den Haltestellen abgeholt und zu den üblichen Haltestellen gebracht. Die St.-Anna-Realschule hat entschieden, regulären Unterricht durchzuführen. Die Betreuung durch die OGS und VHTS findet statt. Die Einrichtungen des Jugendwerks bleiben heute geschlossen. Inzwischen gibt es Absperrungen im Bereich der Innenstadt. Teile Eschstraße und Rezepterstraße sowie der Bereich zwischen Rathaus und Kirche dürfen nicht mehr betreten werden. An der Weststrasse wurde Flachdach abgedeckt, am Kalterweg fiel ein Baum um. Die ehemalige Marienschule ist wegen herabfallender Dachziegel komplett abgesperrt. Zudem ist der Friedhof geschlossen und der Wochenmarkt fällt auch aus. Die Feuerwehr bittet darum, dass man nach Möglichkeit im Haus bleiben soll. Die Einsätze werden nach Dringlichkeit abgearbeitet. 

In Vreden läuft der Unterricht normal weiter, lediglich an der Realschule wurde nach der zweiten Stunde frei gegeben. "Bei uns dürfen das alle Schulen selber entscheiden", so Hubert Krandick, Leiter des Schulamtes.

Auch in Legden liegt die Entscheidungsgewalt bei den Schulen. Derzeit ist noch nicht bekannt, dass irgendwo nicht mehr unterrichtet wird. Gleiches gilt für Heek. In Ahaus hat der Unterricht an den Schulen planmäßig begonnen, auch die Busse fahren, sowiet bei der Witterung möglich, pünktlich. Die Gesamtschule im Vestert hat entschieden, alle Schülerinnen und Schüler, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule gekommen sind, nach 11:30 Uhr nach Hause zu schicken. Alle Kinder, die mit Bussen gekommen sind, verbleiben bis um 12:30 Uhr und fahren dann mit dem Bus nach Hause. Das Mensaessen wird für alle Schülerinnen und Schüler vorgezogen auf die 4. Stunde von 11:30 Uhr bis 12:30 Uhr. An der Pestalozzischule dürfen die Eltern ihre Kinder auch früher von der Schule abholen. Das gilt auch für die Burgschule in Ottenstein, die Andreasschule in Wüllen, die Aabachschule, die Katharinenschule in Alstätte, die Josefschule und die Helene Helming Schule. An der Gottfried von Kappenberg-Schule in Wessum endet der Unterricht nach der fünften Stunde, die Kinder müssen abgeholt werden.Zudem hat die Stadt Ahaus den Schlossgarten gesperrt. Die Feuerwehr möchte noch einmal darauf hinweisen, dass Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden können. Es besteht auch eine Gefahr von umherfliegenden Teilen wie Ästen, Dachziegeln, Werbeplakaten, Dachabdeckungen und sonstigen Gegenständen. Man sollte Abstand von Gebäuden, Gerüsten und Hochspannungsleitungen sowie Bäumen halten und sich möglichst nicht im Freien aufhalten sowie Fenster und Türen geschlossen halten. 

In Gescher haben die Grundschulen den Unterricht eingestellt. "Alle Busse sind gefahren. Die Kinder, die nicht mit Bus nach Hause fahren konnten und deren Eltern keine Möglichkeit hatten, sioe abzuholen, werden in den Schulen betreut. Es muss kein Kind auf die Straßen. An den weiterführenden Schulen läuft der Unterricht normal weiter", so Erika Biegi, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Bildung, Kultur, Jugend, Sport bei der Stadt Gescher.

Die Leitstelle der Polizei hat eine erste Sturmbilanz gezogen. Demnach gab es im gesamtne Kreisgebiet eine Vielzahl von Gefahrenstellen. Innerhalb einer Stunde gingen mehr als 200 Notrufe ein. Da sind die Anrufe bei der Feuerwehr noch gar nicht mitgezählt. 

Aufgrund der aktuellen Witterungslage schließen die Agentur für Arbeit Coesfeld und die Geschäftsstellen in Ahaus, Bocholt, Borken, Dülmen, Gronau und Lüdinghausen bereits um 12:30 Uhr. Arbeitslosmeldungen nehmen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Folgetag entgegen. Den Antragstellern entstehen dadurch keine Nachteile.

Die Deutsche Bahn hat in ganz NRW den Zugverkehr eingestellt. 

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Auch in der Stadtlohner Innenstadt kamen Dachziegel herunter.
In Stadtlohn hat der Sturm Teile einer Dachverkleidung abgerissen. Foto: Sandra Schley
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