Studienfahrt nach Leipzig

|   Vreden

Zwei Gruppen mit politisch interessierten Frauen aus Vreden und Umgebung waren in Leipzig. Im Seminar ging es um Leipzig vor und nach der Wende, die Bürgerrechtsbewegung mit dem "Alltag in der DDR". Ein intensiver Austausch mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Leipzig Genka Lapön, machte den mitreisenden Frauen auf beeindruckende Weise deutlich, wie kreativ und hartnäckig eine Frau zur damaligen Zeit sein musste, um ihre Vorstellung von der beruflichen und familiären Situation zu meistern.

Bei einem Besuch des Zeitgeschichtlichen Forums wurde den teilnehmenden Frauen sehr klar, dass die Gleichstellung der Frau in der DDR und die Vollbeschäftigung auch ihre Schattenseiten hatten. "Obwohl die meisten Teilnehmerinnen viel über die politische Entwicklung der DDR wussten, waren die Fakten und die Realität der politischen Handlungen zeitweise doch sehr erdrückend. Die Erzählungen aus dem Leben der Referentinnen, die in Leipzig aufgewachsen sind und auch bis heute hier leben, waren für uns alle sehr ergreifend", so Christine Ameling, Gleichstellungbeauftragte der Stadt Vreden.

Leipzig war als bedeutender Wirtschaftsstandort der DDR in besonderem Maße von den wirtschaftlichen Umstrukturierungen nach der deutschen Wiedervereinigung betroffen. Viele örtliche Industriebetriebe und Verlage konnten sich unter den veränderten Rahmenbedingungen nicht lange halten. Durch das Ende der traditionellen Frühjahrs- und Herbstmessen veränderte sich auch ihre Rolle als Messestandort.

Bei einer Stadtrundfahrt und einem Stadtrundgang konnten die beeindruckenden städtebauliche Entwicklungen der Stadt Leipzig bewundert werden. Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich bis heute stabilisiert und Leipzig beeindruckt durch eine wechselvolle Geschichte und hat sich zu einer sehr attraktiven Stadt in Europa entwickelt.

Christine Ameling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden, organisierte in Kooperation mit Irma Kühn–Grefte vom DEPB (Deutschland- und Europapolitisches Bildungswerk NRW) das Bildungsseminar und steht bei Rückfragen gerne zur Verfügung unter Tel. 02564/303-207.

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