Starke Leistungen beim Eurgeio-Triathlon

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In den Morgenstunden des 4. Junis trafen sich wieder Angehörige unterschiedlichster Behörden der Grenzregion, um der Einladung der Kreispolizeibehörde Borken zum "Euregio-Triathlon 2019" zu folgen. Insgesamt starteten in diesem Jahr 61 Einzelstarter (davon 50 Männer und 11 Frauen) sowie 43 Mannschaften aus den unterschiedlichsten Behörden der Region, um sich in den Triathlondisziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen zu messen.

Alle Teilnehmer bewiesen eindrucksvoll ihre Fitness, zeigten Durchhaltevermögen und erreichten bei sommerlichen Temperaturen die Ziellinie. Zuvor hatten sich die Einzelstarter im Wettkampf über 300 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen gemessen. Dort war das Teilnehmerfeld von ambitionierten Triathleten bis zum Breitensportler breit gefächert besetzt. Nach weniger als einer Stunde (56:10 Minuten) war dann auch wenig überraschend der amtierende Landesmeister der Polizei NRW, Nicholas Lembcke vom Polizeipräsidium Münster, als Erster im Ziel, gefolgt vom Routinier Sven Abbing (59:28 Minuten) vom Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW, der den Titel des Landesmeisters vor einigen Jahren ebenfalls errungen hatte. Aber auch Lars Davina von der niederländischen Politie Nord-Oost-Twente zeigte mit einer Finisher-Zeit von 1:03.37 Std., dass er in den Disziplinen gut trainiert ist. Bei den Damen siegte auf gleicher Strecke Heleen Milane von der Politie Enschede (1:16:46 Std.) vor der Zweitplazierten, Judith Hüls von der Stadt Bocholt (1:16:55 Std). Beide lieferten sich einen spannenden Wettkampf, der nach mehr als einer Stunde mit nur wenigen Sekunden Abstand entschieden wurde. Als Dritte finishte Jenny Bloom von der Stadt Münster in einer Zeit von 1:17:29 Std..

Traditionell geht es bei dem Wettkampf aber nicht nur um Bestzeiten und Siegerpodest. Die Teilnehmer erreichten die Ziellinie zum Teil in ihrer Bestzeit und bewiesen so eindrucksvoll ihr körperliches Leistungsvermögen.

So verlief es dann auch bei den Mannschaften, die unmittelbar nach den Einzelstartern in die Fluten des Bültenbades in Epe sprangen. Hierbei teilten sich die Angehörigen einer Mannschaft die Strecken allerdings auf. Nach 500 m Schwimmen wurde der Radfahrer anschließend per Handschlag auf die Radstrecke geschickt. Im Anschluss stellte der jeweilige Läufer seine Fitness unter Beweis. Im Ergebnis war dabei eine Mannschaft so stark unterwegs, dass alle anderen Teilnehmer tatsächlich ins Staunen kamen: Das Team der Politie aus Twente erreichte nach 55:48 Minuten die Ziellinie und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Als Mannschaft mit dem Namen "aut vincere aut mori" ("siegen oder sterben") ließen sie schon am Start mit einem Augenzwinkern keine Zweifel über ihre Absichten aufkommen. Selbst die starke Mannschaft der Polizei aus Kleve, die in einer Zeit von 1:06:35 Stadt die Ziellinie erreichte, konnte schlussendlich nur anerkennend den zweiten Platz zur Kenntnis nehmen. Den dritten Platz erreichte eine Mannschaft der Polizei aus Borken, die in einer Zeit von 1:06:48 ins Ziel kam. Auch hier wurden die Sieger gefeiert und alle Finishermannschaften bejubelt.

Neben der Wertungs-Siegerehrung gab es Sonderehrungen für besondere Leistungen. So wurde nicht nur die älteste Mannschaft mit 180 Gesamtjahren oder auch die ältesten Einzelstarter anerkennend gefeiert. Auch das Durchhaltevermögen einer Mannschaft der KPB Borken, die aufgrund eines Reifenschadens ihren Radfahrer nicht zeitgerecht auf die Strecke schicken konnte, wurde gewürdigt. Trotz Ausfall eines Rades und vergeblicher Reparatur wurde kurzerhand ein Ersatz-Treckingrad eines Zuschauers in den Dienst gestellt. Da die Radschuhe allerdings hinderlich waren, wurde kurzerhand in Socken pedaliert. Auch diese Mannschaft kam ins Ziel und errang so die Anerkennung aller Teilnehmer.

Den traditionellen Wanderpreis der IPA (International Police Association) für besonderes Engagement erhielt in diesem Jahr eine Mannschaft der Feuerwehr aus Bocholt. Die Teilnehmer eines Grundausbildungslehrganges hatten sich zu unterschiedlichen Mannschaften zusammengeschlossen. In einer Mannschaft trafen so ein Feuerwehr-Kamerad aus Berlin als Schwimmer, ein Sachse aus dem Erzgebirge auf dem Rad und ein Kamerad aus Münster vom Institut der Feuerwehr aufeinander. Zuvor hatte sich das Team kurzerhand aus dem Internet ein Fahrrad (klassisches Mini-Rad) angeschafft, mit dem sie dann einen beachtlichen 34. Platz erreichten. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe wurde in diesem Jahr von der Stadt Bocholt gestellt. Bestehend aus Feuerwehr und Vertretern verschiedenster Abteilungen machten sich insgesamt 40 Sportler auf die Strecke.

Nach beeindruckenden sportlichen Leistungen und tollen Eindrücken des Bültenbades und Umgebung reisten die Behördenvertreter zu ihren Dienststellen zurück.

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