Stallgebäude in Ellewick brennt komplett nieder

|   Vreden

Am Montag um 23.36 Uhr wurden beide Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Vreden mit dem Stichwort „Feuer_Bauernhof“ zu einem landwirtschaftlichen Gehöft nach Ellewick alarmiert. Da von einem bestätigten Feuer mit gefährdeten Personen und Tieren auszugehen war, wurden beide Löschzüge neben der „stillen Alarmierung“ mittels Funkmeldeempfängern zusätzlich auch über die Sirenen im Stadtgebiet alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein erkennbar. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand der circa 20 mal 40 Meter große Rinderstall bereits in Vollbrand.

Aufgrund der extremen Temperaturen kam es bereits vor Eintreffen der Feuerwehr zu einer Durchzündung und einem damit verbundenen Übergreifen auf den gesamten Dachstuhl, der infolgedessen bereits teilweise eingestürzt war. Die Anwohner hatten das Wohnhaus bereits eigenständig verlassen und sich in Sicherheit bringen können. Für die insgesamt 44 Rinder und Bullen und einen Esel kam jedoch leider jede Hilfe zu spät.

Um das angrenzende Wohnhaus und Nebengebäude zu schützen, wurde umgehend eine Riegelstellung durch zwei Trupps unter schwerem Atemschutz aufgebaut. Zeitgleich wurde auf der dem Wohnhaus abgewandten Seite des Stallgebäudes eine weitere Riegelstellung zum Schutz eines Waldes und gelagertem Kaminholz durch weitere zwei Trupps unter schwerem Atemschutz vorgenommen. So konnte eine Brandausbreitung verhindert werden.

Damit eine ausreichende Löschwasserversorgung sichergestellt werden konnte, wurde ein Großtanklöschfahrzeug der Brandweer Eibergen nachalarmiert. Zeitgleich wurden zwei Löschwasserleitungen von zwei umliegenden Hydranten zur Einsatzstelle verlegt. Hierzu mussten Distanzen von 1000 und 450 Meter überbrückt werden. So konnte die benötigte Löschwassermenge jedoch zeitnah bereitgestellt werden. Die Brandbekämpfung erfolgte neben den Trupps unter schwerem Atemschutz auch über das Wenderohr der Drehleiter. So konnte ein rascher Löscherfolg erzielt werden. Nachdem der Brand gegen 3 Uhr unter Kontrolle gebracht wurde, konnte der Löschzug Ammeloe aus dem Einsatz herausgelöst werden und zum Standort zurückkehren.

Um auch die letzten Glutnester unter den herabgestürzten Dachziegeln und dem teilweise eingestürzten Mauerwerk erreichen zu können, wurde dem Löschwasser im Verlauf der Brandbekämpfung Netzmittel zugemischt. Dies ermöglicht es dem Wasser tiefer in das Brandgut einzudringen. Gegen 6 Uhr war der Brand soweit gelöscht, dass auch der Löschzug Vreden-Stadt die Zahl der Einsatzkräfte reduzieren konnte. So konnten die Fahrzeuge am Gerätehaus wieder einsatzbereit gemacht werden. Für weitere Nachlöscharbeiten verblieb eine Gruppe mit dem TLF4000 an der Einsatzstelle. So kam es immer wieder zu kleineren Brandherden, die mittels Wasser abgelöscht wurden. Gegen 8 Uhr war der Brand dann entgültig gelöscht und auch die letzten Einsatzkräfte konnten zum Gerätehaus zurückkehren.

Zur Ermittlung der Brandursache beschlagnahmte die Polizei die Einsatzstelle.

Update:

Am Dienstagmittag um 11.39 Uhr wurde erneut eine Gruppe des Löschzuges Vreden-Stadt zum landwirtschaftlichen Gehöft des Großbrandes der vergangenen Nacht nach Ellewick alarmiert. Vor Ort waren an mehreren Stellen Glutnester im Stroh aufgeflammt. Die Einsatzkräfte setzten erneut ein Schaummittel-Wasser-Gemisch ein und zogen das Stroh großflächig auseinander, um die Glutnester ablöschen zu können. Außerdem wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um die Brandstelle erneut von oben zu kontrollieren und die Polizei bei den Ermittlungen der Brandursache zu unterstützen.

« Zurück zur Übersicht
Rund 400.000 Sachschaden entstanden bei dem Brand.
Rund 400.000 Sachschaden entstanden bei dem Brand.
zur Bildergalerie »
Ein Angebot von