"Spendensammler" in Ahaus

|   Ahaus

Als Polizisten am Montagmittag, 23. Januar 2023, einen mit drei Personen besetzten dunklen Audi mit französischen Kennzeichen auf der Heeker Straße in Ahaus anhielten, ergab sich der Verdacht, dass es sich um Betrüger handelt.

Verdächtiger gibt sich als taubstumm aus

Ein Zeuge hatte die Beamten kurz zuvor alarmiert: Er hatte beobachtet, wie ein Mann mit einem auf einem Klemmbrett befestigen Zettel ein Restaurant in Ahaus an der Bahnhofstraße betrat und Gäste anbettelte. Der Hinweisgeber sprach den "Spendensammler" an. Der Unbekannte gab vor, taubstumm zu sein. Er verließ das Lokal in Richtung Innenstadt, gefolgt von dem Zeugen. Dieser konnte beobachten, wie der Flüchtige mit zwei weiteren Männern in ein Auto stieg und mit quietschenden Reifen über die Bahnhofstraße in Richtung Heek davonfuhr.

Spenden-Geld sollte wohl eher nicht abgegeben werden

Die Flucht endete nach nur wenigen Metern. Die eingenommenen Geldbeträge ordentlich dokumentieren oder an die suggerierten Adressaten übergeben wollten die drei mutmaßlichen Betrüger wohl eher nicht. Die von den Spendern ausgefüllten Listen lagen zusammengeknüllt zwischen Unrat im Wagen. Auch in einer Erste-Hilfe-Tasche fanden Polizisten Spendenzettel mit handschriftlich eingetragenen Daten sowie ein Papier, auf dem um Geld für Kinder mit Behinderung gebeten wurde.

Zwei Männer waren der Polizei schon bekannt

Zwei der Männer waren der Polizei aufgrund gleichgelagerter Delikte bereits bekannt. Einer hatte einen verbotenen Schlagring in seiner Kleidung versteckt. Die Einsatzkräfte stellten eine geringe Menge Bargeld sowie die Waffe sicher und leiteten Strafverfahren ein. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen konnten die Männer aus Duisburg und Rumänien ihren Weg fortsetzen. Übrigens, keiner der drei hatte Probleme mit dem Gehör oder den Stimmbändern. Weitere mögliche Geschädigte werden gebeten, Kontakt mit der Kripo in Ahaus aufzunehmen: Tel. (02561) 9260.

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