Sparkasse setzt auf persönliche Beratung und digitalen Service

|   Kreis Borken

Wertpapiere standen 2017 in der Gunst der Sparkassen-Kunden ganz weit oben, und auch bei den Krediten und Einlagen war der Zuspruch erneut sehr gut. Das gesamte Kundengeschäftsvolumen stieg um 485 Millionen Euro auf 13,4 Milliarden Euro. „Dieser Wert unterstreicht unsere Rolle als ´Hausbank des Westmünsterlands´“, so Vorstandsvorsitzender Heinrich-Georg Krumme beim Jahres-Pressegespräch. Auch als Teil der Bürgerschaft sei die Sparkasse sehr aktiv, wie der um drei Prozent gestiegene Sparkassen-Ertrag für die Region von 18,8 Millionen Euro zeige. Aus ihrer Verantwortung für die Region greift die Sparkasse in diesem Jahr das Thema ´Wohnraum schaffen´ auf. „Gemeinsam mit der Wohnbau Westmünsterland und weiteren Partnern haben wir bereits eine Untersuchung beauftragt, die den künftigen Bedarf an Wohnraum differenziert abschätzen wird“, so Heinrich-Georg Krumme. Dieses Thema sei zentral für die Menschen und den Wirtschaftsstandort.

Dieser befindet sich derzeit in Bestform. „Die Hochkonjunktur hält an, das spüren wir auch im Kreditgeschäft“, so Vorstandsmitglied Jürgen Büngeler. „Über eine Milliarde Euro an neuen Krediten haben wir insgesamt neu zugesagt, vor allem an den Mittelstand für Investitionen und Privatkunden für den Wohnungsbau. Das sind etwa fünf Millionen Euro jeden Tag.“ Der Kreditbestand – also plus Neugeschäft abzüglich der Tilgungen – legte erneut zu auf erstmals über 6 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent). Das Wachstum war bei den Unternehmenskrediten besonders ausgeprägt. Neue Förderkredite hat die Sparkasse in Höhe von 221 Millionen Euro vermittelt, das ist ein Plus von rund 28 Prozent im Neugeschäft. Ein Schwerpunkt waren die Finanzierungen von Windkraftanlagen im nördlichen Geschäftsgebiet.

„Für den Wohnungsbau haben wir Kredite in Höhe von fast 600 Millionen Euro neu zugesagt“, so Jürgen Büngeler. Das Neugeschäftsvolumen verteilt sich gut zur Hälfte auf den Kauf und zu je gut 20 Prozent auf Neubau beziehungsweise Modernisierungen, der Rest auf Ablösungen von anderen Kreditinstituten. Der Bestand an Baufinanzierungskrediten ist auf 3,3 Milliarden Euro gewachsen – ein Plus von 4,2 Prozent. Die Sparkassen-Immobilien GmbH hat im vergangenen Jahr 388 Objekte im Volumen von fast 80 Millionen Euro  vermittelt.

Als „Jahr des Wertpapiers“ beschreibt Vorstandsmitglied Dr. Raoul G. Wild das Jahr 2017: Von 39 auf 67 Millionen Euro stieg das Volumen, das Sparkassenkunden zusätzlich neu in Wertpapieren anlegten. Das ist so viel wie seit Jahren nicht mehr. Gefragt waren Investmentfonds, darunter vor allem Aktien- sowie offene Immobilienfonds. Auf den Gesamtdepotbestand erhielten Kunden nahezu diesen Betrag in Form von rechnerischen Kursgewinnen dazu. Über alle Kundendepots beliefen sich diese rechnerisch auf 63,1 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 19,3 Millionen Euro. Im Ergebnis ist der Wertpapierbestand der Kunden um gut 8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gestiegen.

Bei den klassischen Sparformen hat sich der schon länger anhaltende Trend fortgesetzt: Gelder wurden weiterhin täglich verfügbar angelegt. Der Einlagen-Bestand stieg um zwei Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Vor allem professionelle und institutionelle Großanleger haben ihren Einlagenbestand zurückgeführt. Wegen der EZB-Zinspolitik war genau das beabsichtigt. Im vergangenen Jahr hatte die Sparkasse mit rund 120 Geschäftspartnern vereinbart, den EZB-Zins an sie weiterzureichen. Und zwar nur für die Beträge, die über das bisher betriebsnotwendige Liquiditätsmanagement hinausgehen. Auf diese Weise ist es gelungen, den Unternehmenskunden ihre Geschäfte zu ermöglichen und die privaten Kunden vor Verwahrentgelten zu bewahren.

Die örtliche und digitale Präsenz der Sparkasse erläutert Vorstandsmitglied Norbert Hypki: „Jeden Monat nutzen rund 34.000 Kunden die Sparkassen-App, 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast 15 Millionen Besuche verzeichnet die Internet-Filiale im Jahr, das sind 18 Prozent mehr. Und über 100.000 Kunden nutzen das E-Postfach, ein Plus von 81 Prozent. Einfaches digital erledigen, diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Bei komplexeren Themen setzen wir dagegen voll auf persönliche Beratung.“

Während die Sparkasse die digitalen Kanäle ausbaut, investiert sie gleichzeitig auch in ihre Standorte, wo sie den Fokus auf qualifizierte persönliche Beratung legt. Norbert Hypki: „Am 15. April werden wir das neue Beratungscenter ´Ostenstever´ in Lüdinghausen der Öffentlichkeit vorstellen.“ Ab 14:00 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich einen Eindruck des rund 280 Quadratmeter großen Standorts zu verschaffen. Dieser bietet deutlich bessere Möglichkeiten für eine zeitgemäße Beratung der Kunden. Der bisherige Standort platzte aus allen Nähten.

Weiter nördlich, in Heek-Nienborg, wird die Sparkasse ebenfalls einen neuen Standort eröffnen:  Das Beratungscenter „Am Gabelpunkt“ am Kreisverkehr B70/Nienborger Straße/Bahnhofstraße. Am neuen Standort wird die persönliche Beratung in Heek und Nienborg vereint. In Nienborg werden Mitarbeiter weiterhin zu Servicezeiten für das Tagesgeschäft vor Ort sein, ebenso wird es dort weiterhin ein SB-Angebot geben. Die Eröffnung ist  mit einer Veranstaltung Anfang Mai geplant. Die Kunden werden noch persönlich informiert.

„18,8 Millionen Euro an Erträgen aus dem Sparkassengeschäft sind 2017 wieder zurückgeflossen in das gesamte Westmünsterland“, berichtet Wilhelm Nassmacher, stv. Vorstandsmitglied. Zu den Erträgen zählen die Gewerbesteuer, die Ausschüttungen aus dem Sparkassen-Jahresüberschuss, Spenden, Erträge der Sparlotterie, Sponsoring, Zustiftungen zu und Ausschüttungen aus den sechs Sparkassenstiftungen.

Ein Highlight war der Start der neuen Spendenplattform „Gut für das Westmünsterland“ im Juni 2017. Gemeinnützige Vereine können über die Plattform kostenlos online Spenden sammeln. Die Resonanz ist großartig: Die Vereine haben die Plattform und die vier von der Sparkasse durchgeführten Verdoppelungsaktionen intensiv genutzt. Mit insgesamt 80.000 Euro sind an vier Stichtagen Spenden verdoppelt worden. Die Menschen haben aber noch mehr gespendet, so dass das Spendenbarometer auf das Dreifache stieg. Wilhelm Nassmacher: „Auch in diesem Jahr planen wir wieder Verdoppelungsaktionen. Es lohnt sich also für alle Vereine, sich schon jetzt zu registrieren.“

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