Service onboarding@münsterland startet in die Pilotphase

|   Kreis Borken

Das Münsterland setzt beim Thema Fachkräftegewinnung auf die schönen Seiten der Region: Unternehmen haben im laufenden Markenbildungsprozess gemeinsam mit dem Münsterland e.V. einen Service entwickelt, der Bewerbern nicht nur einen Job, sondern auch die Region ans Herz legt – und sie langfristig daran binden will. "onboarding@münsterland" unterstützt und ergänzt den normalen Bewerbungsprozess und bietet den Bewerbern und Bewerberinnen Informationen zum Münsterland, zu Wohnraum, Freizeitmöglichkeiten oder Kinderbetreuung. "Die Entscheidung für einen Job ist auch immer die Entscheidung für einen Lebensraum", erklärt Monika Leiking, Projektleiterin für onboarding@münsterland beim Münsterland e.V. "Deswegen zählen bei einem Bewerbungsprozess nicht nur die harten Fakten wie Gehalt, Urlaubstage und Dienstwagen, sondern gerade auch die weichen Faktoren: Was ist das für eine Region, in der ich arbeiten werde? Kann ich mir hier meine Zukunft vorstellen? Welche beruflichen Chancen bietet die Region für meine Partnerin oder meinen Partner und welche Freizeit- und Kulturangebote gibt es? Wir wollen mit dem Service ein Gefühl für die Region vermitteln."

Die Idee des Projekts: Der Bewerber kann zusätzlich zu seinem Bewerbungsgespräch in einem Unternehmen den Service von onboarding@münsterland in Anspruch nehmen und sich im Unternehmen, einem Ort der Wahl oder auch telefonisch vom Münsterland e.V. beraten lassen. Fragen zu beruflichen Perspektiven des Partners werden dabei genauso beantwortet, wie solche zu Betreuungsmöglichkeiten von Angehörigen und zur Wohnortwahl. "Auf diese Weise schaffen wir Orientierung und ein Willkommens-Gefühl für den Bewerber", so Leiking. "Fachkräfte sollen kommen und auch bleiben." Doch onboarding@münsterland ist auch ein Service für die Unternehmen selbst: "Er ist eine Ergänzung zum bisherigen Bewerbungsprozess. Es nimmt den Unternehmen nicht nur Arbeit ab, sondern unterstützt sie auch bei der Öffentlichkeitsarbeit und dem Regionalmarketing", erklärt Judith Schäpers, zuständig für Markenentwicklung beim Münsterland e.V. "Es ist wichtig, dass sich Unternehmen auch sichtbar und mit viel Herz in unserer Region verorten. Das heißt zum Beispiel, auf der eigenen Unternehmens-Website oder in Stellenanzeigen Bezug auf den Standort und die Region zu nehmen und eine Willkommens-Kultur für neue Mitarbeiter zu schaffen. In der Pilotphase testen wir mit 15 Unternehmen, wie das aussehen kann."

Die Pilotphase ist bis Ende des Jahres geplant. Im ersten Schritt werden die Bedürfnisse der Bewerberinnen und Bewerber erfragt, in einem zweiten Schritt die Unterstützungsmöglichkeiten durch den Münsterland e.V. ausgelotet und erprobt. Dies geschieht in Kooperation mit zahlreichen regionalen Akteuren, wie beispielsweise den Kommunen, Kammern, Wirtschaftsförderungen und anderen Institutionen. Nach der Pilotphase soll der Service offen für weitere Unternehmen sein und münsterlandweit ausgerollt werden. Mit dabei sind unter anderem die Unternehmen apetito AG (Rheine), Christophorus Trägergesellschaft mbH Coesfeld (Coesfeld/Nottuln/Dülmen), Emergy Führungs- und Servicegesellschaft mbH (Velen), Ernsting’s family GmbH & Co. KG (Coesfeld-Lette), Grunewald GmbH & Co. KG (Bocholt), Hengst SE (Münster), HUESKER Synthetic GmbH (Gescher), Klinikum Westmünsterland GmbH (Ahaus), LVM Versicherung (Münster), TWE GmbH & Co. KG (Bocholt und Emsdetten), Unternehmensgruppe Pietsch (Ahaus) und Windmöller & Hölscher KG (Lengerich).

Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V., sieht in dem neuen Service eine gute Möglichkeit, enger zusammenzuwachsen: "Mit onboarding@münsterland versuchen wir nicht nur, ein Münsterland-Gefühl bei Fachkräften von außerhalb zu wecken, sondern es auch nach innen zu stärken. Dadurch, dass sich Unternehmen, Institutionen, Vereine und im Prinzip jeder Münsterländer in dieser Region wohlfühlen und wissen, wofür sie steht, gewinnt das Münsterland an Profil. Das ist das übergeordnete Ziel des Markenbildungsprozesses."

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