Serap Güler informierte sich im Kreishaus

|   Kreis Borken

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, hat sich jetzt über die Arbeit des "Kommunalen Integrationszentrums Kreis Borken" (KI) informiert. Diesen Besuchstermin im Borkener Kreishaus hatte die heimische Landtagsabgeordnete Heike Wermer vermittelt. Sie ist Sprecherin der CDU im Integrationsausschuss des Landtages und zudem Mitglied des dortigen Ausschusses für Schule.

Begrüßt wurden die beiden Gäste von Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, der ihnen einen ersten Überblick über die Aufgaben des KI gab. Eingerichtet wurde es auf Basis des Teilhabe- und Integrationsgesetz NRW aufgrund der Flüchtlingssitutation, durch die die Kommunen, der Kreis sowie alle weiteren beteiligten Akteure und Einrichtungen sehr stark gefordert werden. Im Mai 2016 konnte das KI seine Arbeit aufnehmen. Sein Team umfasst 7 Stellen, von denen 3,5 von kommunaler Seite sowie 3,5 pädagogische Stellen vom Land finanziert werden. Dr. Hörster betonte, dass das KI eines Flächenkreises – anders als in den kreisfreien Städten – in erster Linie koordinierende und netzwerkbildende Aufgaben beimThema Integration im Kreis Borken habe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Leitung von Torsten Henseler unterstützen die in den Städten und Gemeinden stattfindende Integrationsarbeit fachlich, moderieren Arbeitskreise und bieten ergänzende Fortbildungen und Qualifizierungen an. Zudem schaffen sie Transparenz über die vielfältige Angebote, Strukturen und Träger der Integration im Kreis Borken. Das KI gilt auch als "Drehscheibe" für entsprechende Landesprogramme: Über das KI werden die finanziellen Fördermöglichkeiten im Programm KOMM-AN NRW in die Kommunen weitergeleitet.

Elisabeth Büning (Leiterin des Fachbereichs Bildung, Schule, Kultur und Sport), Torsten Henseler, seine Stellvertreterin Sandra Schulz-Kügler sowie Sascha Friedrichs, Verena Kalus-Kohnen, Christine Miedecke, Sigrun Plogmann, Sabine Otto und Mechthild Telaar stellten dann die zentralen Handlungsfelder des KI vor und erläuterten sie anhand bereits durchgeführter bzw. laufender Projekte und Maßnahmen. Dabei geht es erstens um den Zugang zu formeller und informeller Bildung – im Blickpunkt dabei insbesondere der Zugang zu frühkindlicher Bildung sowie in enger Kooperation mit dem "Schulamt für den Kreis Borken" die Erfüllung der Schulpflicht und Bildungsberatung. Zweite Säule ist die Unterstützung beim Spracherwerb und – vorgeschaltet – auch die Schaffung von Dolmetscherstrukturen. Drittens steht der Zugang zu Beschäftigung und Arbeitsmarkt im Fokus und viertens die Aspekte "Interkulturelle Kompetenz" und "Gesellschaftliche Teilhabe".

Sowohl Serap Güler als auch Heike Wermer zeigten sich beeindruckt von der Vielzahl der Aktivitäten zur Integration im Kreis Borken. Ausdrücklich würdigten sie die engagierte Tätigkeit aller in der Flüchtlingshilfe vor Ort tätigen ehren- und hauptamtlichen Kräfte. Das KI-Team unterstütze und erleichtere deren Arbeit auf beispielgebende Weise, erklärten beide. Sie versprachen gleichzeitig, zu gegebener Zeit erneut mit dem KI-Team des Kreises Borken über deren Arbeit und mögliche Hilfen durch das Land zu diskutieren.

Aktuelle Projekte des "Kommunalen Integrationszentrums Kreis Borken":

- "Griffbereit" – Ein Programm für Eltern und Kleinkinder bis 3 Jahren zur Förderung der Sprachkompetenz: Eltern und Kinder nehmen wöchentlich für die Dauer von ca. einem Jahr an der "Griffbereit-Gruppe" teil, angeleitet durch dafür ausgebildete Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen, Familienzentren oder Familienbildungsstätten angeboten. Aktuell werden Einrichtungen für die Umsetzung erster Angebote gesucht.
- Sprachsensibler Fachunterricht in allen Schulformen: Neben einer fachübergreifenden Einführungsveranstaltung werden Workshops zu verschiedenen Schulfächern in 2018 angeboten. Den Lehrkräften wird sowohl ein Repertoire an Methoden und Materialien zur durchgängigen Sprachbildung vorgestellt als auch Raum für fachlichen Austausch und praktische Übungen geboten.

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