Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen

|   Kreis Borken

Ina Scharrenbach, NRW-Gleichstellungsministerin, hat sich mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Regierungsbezirk zu einem Gedankenaustausch in Münster getroffen. Viele aktuelle gleichstellungsrelevante Themen standen bei dem Gespräch auf der Tagesordnung – im Blickpunkt besonders "Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen". Bis 2022 sollen laut Ina Scharrenbach mindestens 50 neue Plätze in Frauenhäusern in NRW geschaffen werden. Zwei neue Frauenhäuser würden in Kürze in die Landesförderung aufgenommen, sodass dann 63 vom Land unterstützte Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen existieren.

Ihr Haus werde eine umfangreiche Studie zum Thema "Gewalt gegen Männer" durchführen, berichtete die Ministerin weiter. Diese soll bis 2022 fertiggestellt werden. Zudem informierte sie über die neue Initiative "Girls-and-Boys-Akademie", die Mädchen und Jungen neue Möglichkeiten bieten wird, in die typischen Männer- und Frauenberufe hineinzuschnuppern. Ina Scharrenbach konnte auch ein Versprechen einlösen, dass sie den Gleichstellungsbeauftragten im vergangenen Jahr gegeben hatte: Seit Januar 2019 müssen die Kommunen im Rahmen ihrer Jahresberichte angeben, ob ein gültiger Gleichstellungsplan vorliegt. "Auf diese Weise werden die Räte in Sachen Gleichstellung stärker in die Verantwortung genommen", sagte die Ministerin. Intensiv diskutiert wurde über die Auswirkungen des novellierten Landesgleichstellungsgesetzes, die oftmals schwierige Situation der Hebammen sowie über die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes.

Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken, zog abschließend eine positive Bilanz des Gesprächs: "Die angesprochenen Themen waren für unsere Arbeit äußerst wichtig und interessant. Wir freuen uns darüber, dass die Ministerin unsere Anregungen aufgenommen hat und die Gleichstellungsthemen auch künftig weiter voranbringen möchte."

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