Schulen setzen Akzente für den Klimaschutz

|   Stadtlohn

Schüler und Schülerinnen der Stadtlohner weiterführenden Schulen waren jetzt zu Gast im Rathaus, um über ihre Aktivitäten zum Klimaschutz zu berichten und Vorschläge für die Unterstützung durch die Stadt zu machen. Der Besuch erfolgte auf Einladung von Bürgermeister Helmut Könning, nachdem sich auch die Stadtlohner Schulen vor einigen Wochen in Anlehnung an die bundesweite Aktion „Friday For Future“ auf dem Marktplatz vor dem Rathaus zu einer Kundgebung zum Klimawandel versammelt hatten.

Die einzelnen Schulen berichteten von verschiedenen Aktionen, die unterrichtsbegleitend oder in verschiedenen AGs bereits laufen. So gibt es z.B. die Überlegung, Kakaoautomaten abzuschaffen, um die große Anzahl an PET-Verpackungen zu minimieren. Es finden Deckelsammel-Aktionen statt, die dazu beigetragen, dass mit den Erlösen Polio-Impfungen in aller Welt finanziert werden können. Es werden regelmäßig Projektwochen veranstaltet und Müllsammel-Aktionen durchgeführt, um dadurch das Bewusstsein für die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes möglichst frühzeitig zu schärfen.

Die Schüler und Schülerinnen brachten gleichzeitig einige Ideen mit, bei deren Verwirklichung sie sich Unterstützung von der Stadt wünschen. Zum einen soll überlegt werden, wie die Schulen intensiver in die jährlich stattfindende Aktion „Saubere Landschaft“ der Stadt Stadtlohn eingebunden werden können. Auch eine Beteiligung der Kindergärten an dieser Aktion wird für wünschenswert gehalten, damit man bereits im jüngsten Alter an die Klimaproblematik herangeführt wird. Die Aktion könne ausgedehnt werden auf den Berkelbereich und verbunden werden mit Pflanzungen auf geeigneten Flächen. Der Losbergpark wurde vorgeschlagen für die Anlage von Insektenhotels und Wildblumenwiesen. Die Rahmenkästen dafür könnten z.B. in den Technikunterrichten der Schulen erstellt werden. Eine weitere Maßnahme könnte die Bereitstellung von schuleigenen Brotdosen sein, um dadurch die Unmengen an Alufolien und Plastiktüten zu vermeiden, mit denen die Schulbrote zumeist eingepackt sind.

Ein weiteres Anliegen war den Schülern und Schülerinnen ein funktionierender Buslinienverkehr, der gerade auf dem Lande nicht immer selbstverständlich sei. Hier solle die Stadt darauf hinwirken, dass kürzere Fahrintervalle entstehen und die Anschlussmöglichkeiten optimiert werden. Ein guter Personennahverkehr könne maßgeblich dazu beitragen, CO²-Emmissionen durch zu viele Kraftfahrzeuge auf den Straßen zu vermeiden. Mit diesen Zielen vor Augen wurde das erste Treffen zwischen Schule und Stadt als sehr ergebnisorientiert bewertet. Es wurde vereinbart, weitere Anschlusstreffen folgen zu lassen.

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