Schüler säubern Stolpersteine gegen das Vergessen

|   Stadtlohn

Schülerinnen und Schüler der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn waren unterwegs auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Mitbürger. Ausgerüstet mit Putzsachen machte sich die Klasse 7a mit ihrem Klassenlehrer Andreas Hartmann auf den Weg, um die Stolpersteine zu säubern, die an die ehemaligen jüdischen Bürger der Stadt erinnern.

Die Lebenswege und Schicksale der verfolgten und vernichteten Mitmenschen konnten dabei nachvollzogen werden, wobei ein Schwerpunkt auf die Mitglieder der Familie Lebenstein gelegt wurde. Als Teil der Schulgemeinschaft der Herta-Lebenstein.Realschule fühle man sich verpflichtet, das Gedenken an die grausamen Taten des Nationalsozialismus durch diesen biographischen Ansatz lebendig zu halten.

Alle Schülerinnen und Schüler der Schule beschäftigen sich im Rahmen einer Unterrichtsreihe mit dem Leben, der Verfolgung und dem Tod von Herta Lebenstein. Ein konkreter Lebenslauf macht das Leid für die Schülerinnen und Schüler greifbar. In Zeiten zunehmender Radikalisierung im religiösen und politischen Bereich sei es ihnen ein Anliegen, die demokratischen Werte im Schulleben dauerhaft zu verankern und täglich im schulischen Miteinander zu leben.

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