Schüler bauen Versteckschrank für Ausstellung nach

|   Ahaus

Eine Gruppe von vier Schülern der Fachschule für Holztechnik am Berufskolleg für Technik Ahaus konstruierte und baute von Oktober 2019 bis Januar 2020 einen originalgetreuen Versteckschrank nach, in dem sich zwei jüdische Schwestern während der Kriegszeit versteckten.

Passend zur Eröffnung der Ausstellung über Johanna Reiss (ehem. Annie de Leeuw) und Marga de Jong im Ahauser Rathaus präsentierten Lehrer und die Schüler der Fachschule für Holztechnik den vom Berufskolleg gestifteten Schrank. Schon im Oktober startete die Planungsphase, während der die Fachschüler den Schrank nur mit Hilfe von Originalbildern und der Verfilmung „Auf den Spuren von Annie de Leeuw” konstruierten, da der Originalschrank nicht mehr vorhanden war.
Neben der Anforderung, den Schrank möglichst authentisch zu gestalten, musste er leicht und zerlegbar sein, da er an verschiedenen Standorten aufgebaut werden wird. Nachdem die CAD-Zeichnung und die dazugehörigen Fertigungsunterlagen erstellt waren, ging es in die schuleigene Holzwerkstatt. Vom Zuschnitt der Bohlen bis hin zum letzten Pinselstrich erledigten die zukünftigen Holztechniker alle Arbeiten in voller Selbstständigkeit.

Die einzelnen Werkstücke wurden präzise und zeitnah im bta-eigenen gut ausgestatteten Maschinenpark gefertigt, beispielsweise durch den Einsatz einer CNC-Maschine. Das Projekt wurde durch die Montage im Ahauser Rathaus abgeschlossen. Der Schrank inklusive der Geschichte von Johanna Reiss spiegeln einen Teil des Zweiten Weltkriegs wider. Dies wurde den Besuchern der Ausstellung bewusst gemacht.

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