Saubermobil startet als integratives Projekt

|   Vreden

Umweltbewusstsein schärfen, Integration und Inklusion fördern, Nachhaltigkeit vermitteln, mit Passanten ins Gespräch kommen: Das ist das Ziel des integrativen Projekts "Saubermobil", welches durch eine Zusammenarbeit vieler Akteure gemeinsam mit dem Verein "Mit Herz und Hand" entstanden ist. Positiver Nebeneffekt: Eine sauberere Innenstadt.

Das Saubermobil ist ein kleines Fahrzeug, das zu 100 Prozent elektrisch angetrieben wird. In ungefähr acht Stunden kann es an einer normalen haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen werden. Rückfahrkamera und Rundumleuchte sorgen für mehr Sicherheit, Klimaanlage und Automatikschaltung für mehr Fahrkomfort. Das Fahrzeug bietet Platz für zwei Personen und hat hinten eine große Ladefläche. Neben einem Vereinsmitglied soll künftig jeweils eine weitere Person mitfahren können.

Es sollen keine großen Entsorgungen stattfinden, sondern vielmehr die Kleinigkeiten wie zerbrochene Glasscherben, Zigarettenstummel oder das weggeworfene Bonbonpapier entfernt werden. Die Arbeit des Bauhofs wird damit nicht ersetzt werden.

In ersten Probefahrten machten sich die Vereinsmitglieder von "Mit Hand und Herz e.V." mit dem Fahrzeug vertraut. "Dabei mussten auch manche durchaus feststellen, dass die Batterie eines Elektrofahrzeugs irgendwann leer ist", berichtet der Vorsitzende mit einem Augenzwinkern.

Eine stolze Förderungssumme von 77,8 Prozent wurde durch das Programm "Kleinprojekte 2021 zur Umsetzung regionaler Entwicklungsstrategien VITAL" übernommen. Großer Dank gilt hier Andreas Jägers, der besonders bei der Antragsstellung und dem Verwendungsnachweis maßgeblich geholfen hat. Als weitere Sponsoren konnten die Bürgerstiftung und die Sparkasse Westmünsterland gewonnen werden. Auch die Stadt Vreden ist Unterstützer des Saubermobils. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs haben im Voraus bei der Auswahl des Fahrzeugs technisch beraten und werden auch künftig bei der Wartung unterstützen.

Die Idee hierzu ist seinerzeit in Zusammenarbeit des städtischen Citymanagers Jörg Lenhard mit den Vereinsmitgliedern Andreas Völkering und Hans Werner Seebach entstanden. "Wir als Stadt schaffen die Rahmenbedingungen und sind stolz, dass so viel Interesse an einem gemeinschaftlichen Sauberkeitsprojekt mit integrativem Ansatz gezeigt wird", so der Vredener Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp.

Geplant ist, dass das Saubermobil künftig an allen sieben Wochentagen für jeweils circa zwei Stunden durch die Vredener Innenstadt fährt, um diese sauber zu halten. Die Kirchdörfer werden zudem auch regelmäßig angesteuert. Für die Einsatzplanung ist der Verein Mit Hand und Herz zuständig. Die Einsatzzeiten sind beabsichtigt während der gängigen Geschäftszeiten geplant, um das Bewusstsein für eine saubere und attraktive Innenstadt zu stärken.

Die Vorkehrungen sind getroffen, nun geht es in die Umsetzung. Es werden dringend weitere Unterstützerinnen und Unterstützer für das Saubermobil gesucht, um die geplanten Präsenzzeiten aufrecht zu erhalten. Jeder mit Führerschein der Klasse B (ehemals Klasse 3) kann sich beteiligen – ob nur einmal alle zwei Wochen oder häufiger. Jede helfende Hand ist gern gesehen.

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