RWN fiebert Jubiläum der Ferienfreizeit entgegen

|   Heek

„25 Jahre Ferienfreizeitlager an Pfingsten der Jugendabteilung des SC Rot-Weiß Nienborg““ Heiko Niemeier, 2. Vorsitzender des Vereins, kann es kaum glauben, dass die Jugendfreizeit in diesem Jahr ein rundes Jubiläum feiert. Er kann sich noch gut an die Anfänge erinnern, als die ersten Jugendmannschaften an Pfingsten 1996 erstmalig zum mehrtägigen Fußballturnier des Heidmühler FC fuhren.

Der Bau der Autobahn 31 war Grundlage für diese Ferienfreizeit. Werner Ludwig und Erhard Heinzel führten im friesischen Schortens einen Pokalshop. Hauptberuflich waren sie als Bauarbeiter beim Bau der Autobahn tätig. Da sie während der Woche in der Dinkelgemeinde weilten, verkauften sie nach Feierabend zunächst auf dem Leuskesweg in Heek und später im Sporthaus „An der Mühle“ in Nienborg Sportartikel. „Hierdurch entstand der Kontakt nach Heidmühle“, erinnert sich Niemeier, der damals Jugendobmann war. Er organisierte die Fahrt, fuhr mit den D- und C-Jugendteams nach Friesland und kümmerte sich als Lagerleiter vor Ort um alle Dinge. Zu seinen Highlights in den zwei Jahrzehnten Heidmühle zählt er die Spiele der Rotweißen gegen den Hamburger SV, Wattenscheid 09 und internationale Teams.

Gerne erinnert sich Heiko Niemeier an die Besuche in der Jugenddiskothek, bei denen die jüngsten Spieler auf den Schultern der A-Jugendlichen mit einer großen rot-weißen Fahne tanzten. Das Übernachten mit 100 Leuten in der Turnhalle am Jungfernbusch und die komplette Selbstversorgung mit selbstgemachtem Rührei, Pommes, Fleisch vom Grill, Erbsensuppe oder Gulaschsuppe sind Dinge, die alle Teilnehmer genießen. In den ersten Jahren wurde das Grillfleisch bei den Nachbarn im Keller gelagert. Seit einigen Jahren führen die Rotweißen Kühltruhen und Kühlwagen mit. „Der erste Kühlwagen hatte Kraftanschluss, die Turnhalle leider nicht. Die netten Nachbarn halfen mit Verlängerungskabeln und Kraftanschluss aus, ein Jahr später hatte die Turnhalle auch Kraftanschluss“, sagt Heiko Niemeier.

Da der Termin des Turnieres in Heidmühle auf den Spätsommer verschoben wurde, war es dem Verein nicht mehr möglich, daran teilzunehmen. Kurzerhand fand Heiko Niemeier mit der Schützenhalle in Drewer eine neue Unterkunft. Die Gemeinde Rüthen im Sauerland ist in diesem Jahr zum dritten Mal das Ziel an Pfingsten. Die Halle bietet auch die Möglichkeit, dass die weiblichen Jugendmannschaften mitfahren und in den Genuss des Lagerlebens und der Turniere kommen. So nahmen im vergangenen Jahr 144 Teilnehmer an der Fahrt teil.

Seit der Premiere vor 25 Jahren kümmert sich Heiko Niemeier im Vorfeld um die Vorbereitungen und die Organisation, vor Ort hält er als Lagerleiter die Fäden zusammen. „Heiko Niemeier ist der Garant für diese großartige Sache und diesen großartigen Erfolg. Er ist mit sehr viel Herzblut bei der Sache. Dank ihm erleben wir in jedem Jahr ein sehr harmonisches Miteinander. Das Lager wirkt sich seit vielen Jahren positiv auf das Vereinsleben aus, das schweißt unsere Rot-Weiß-Familie zusammen“, zollt der erste Vorsitzende Martin Mensing ihm ein ganz großes Lob.

Wie die Spieler, Trainer und Betreuer fiebert Heiko Niemeier in jedem Jahr der Mehrtagesfahrt entgegen. Mit den Vorbereitungen hat er bereits Anfang dieses Jahres begonnen. Die Kühlwagen, das Essen und die Busse sind bestellt, mit dem Bäcker in Rüthen wird der Brötchenservice besprochen und die Einkäufe werden getätigt. In der letzten Woche werden die Anhänger mit Zelte, Friteuse, Grill und anderen Gerätschaften beladen. „Wir führen fast einen kompletten Hausstand mit“, sagt Heiko Niemeier.

Die Spieler, Trainer und Betreuer müssen sich bis zum 21. April bei ihm anmelden. Am Freitag, 29. Mai, geht es dann mit den Bussen los ins Sauerland. Abends vorher werden die Anhänger mit Betten und Luftmatratzen am Eichenstadion beladen. Die Rückkehr ist an Pfingstmontag (1. Juni). Das Vorauskommando fährt bereits am frühen Freitagmorgen los und trifft vor Ort die erforderlichen Vorbereitungen. Die Küche und die Verpflegungszelte werden aufgebaut. Für die Jubiläumsfahrt wird es die eine oder andere Überraschung geben, hüllt sich Niemeier in Schweigen. An Pfingsten nehmen die Mannschaften am 31. Provinzial-Franke-Pfingstturnier der SpVg Möhnesee teil.

„Die Vorbereitungen laufen weiter“, sagt Heiko Niemeier mit Blick auf die aktuelle Lage (Corona-Krise). Wie in Nienborg ruht der Trainings- und Spielbetrieb auch im Sauerland bis zum 19. April. „Wir hoffen, dass wir fahren können und dass sich bis Ende Mai alles beruhigt hat“, schaut Niemeier optimistisch in die Zukunft. Er hat tauscht sich regelmäßig mit den Verantwortlichen im Sauerland regelmäßig aus. „Die sehen das genauso wie wir. Sie sind noch ganz gelassen, dass alles wie geplant durchgeführt wird“. Daher bittet Heiko Niemeier darum, dass sich die Teilnehmer ganz normal bei ihm anmelden. „Sollte die Fahrt ausfallen müssen, bekommt jeder sein Geld zurück“, sichert er einen reibungslosen Verlauf in jeglicher Form zu.

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