Rotarier unterstützen das "Haus Abraham"

|   Ahaus

Der Vorsitzende des Hilfswerk des Rotary-Clubs Coesfeld, Dr. Gerhard Niemeier, und sein Stellvertreter Joachim Stüber aus Ahaus statteten anlässlich der Übergabe einer Spende in Höhe von 500 Euro dem Haus Abraham in Ahaus einen Besuch ab. Begrüßt wurden sie vom stellvertretenden Vorsitzenden Rudolf Elsebusch, Diakon Michael Koopmann, der die Aufnahmegespräche führt, und Vereinsmitglied Diakon Josef Korthues.

Rotary-Clubs gibt es in über 160 Ländern der Welt mit über einer Million Mitgliedern. Allein in Deutschland gibt es über 1000 Clubs mit über 50.000 Mitgliedern. Zu diesem Rotary-Netzwerk gehört der  Rotary-Club Coesfeld. Im direkten Umfeld werden kulturelle und soziale Projekte in Stadtlohn, Ahaus und Vreden unterstützt. Das kam jetzt auch dem „Verein zur Gewährung von Hilfen für Männer in Not Ahaus e.V“ zugute. Dieser im Januar 2001 gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Männern in Not zu helfen durch. Gewährung von Unterkunft, Verpflegung, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe“. Das geschieht in erster Linie im „Haus Abraham“, das viele Jahre an der Kreuzstraße neben der Kleiderstube und dem Babykorb beheimatet war. Vor drei Jahren hat „Haus Abraham“ eine Bleibe in der ehemaligen Kaplanswohnung über der früheren kirchlichen Bücherei gefunden.

Gäste des Hauses Abraham kommen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Altersgruppen. Wohnungslosigkeit entsteht bei jungen Männern durch Stress im Elternhaus, im mittleren Alter auch durch Konflikte in Partnerschaften, Zwangsräumungen und Arbeitslosigkeit. Die Anmeldung ist im Pfarrbüro an der Marienstraße möglich. Aufnahmegespräche mit den Bewerbern für danach führt Diakon Michael Koopmann.

Zunächst werden die Männer für drei Monate aufgenommen, in denen sie sich um eine reguläre Wohnung bemühen sollen. Gelingt das nicht, kann ein Verlängerungsantrag für jeweils drei weitere Monate gestellt werden. Die Höchstdauer des Aufenthaltes ist auf zwei Jahre festgelegt worden. Es hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass es Nutzer des Hauses gibt, die sich nur mit Druck ernsthaft um eine reguläre Wohnung bemühen. Das hat auch ein Fall aus dem letzten Jahr gezeigt, als dann kurz nach der Mitteilung über das Ende im Haus eine Wohnung gefunden wurde.

Die Bewohner sind für Ordnung und Sauberkeit in den eigenen Zimmern und im Badezimmer verantwortlich. An fünf Tagen in der Woche werden sie von einer Hauswirtschafterin unterstützt und außerdem durch Fachkräfte des ambulanten betreuten Wohnens begleitet.

An den Kosten des Hauses beteiligt sich auch die Stadt Ahaus, die dankbar für diese Angebote des Vereins ist. Schwierigkeiten finanzieller Art gibt es für den Verein immer wieder, wenn es sich um „Selbstzahler“ handelt, die sich plötzlich verabschieden oder ohne Verabschiedung und fehlender Angabe der neuen Anschrift bei noch bestehenden Forderungen „aus dem Staube machen“. Beim letzten abgeschlossenen Jahr ergab sich trotz Spenden ein Defizit von über 6000 Euro, bei einem Haushaltsvolumen von rund 36700 Euro. Der Verein wird weiter auf Spenden
angewiesen sein (Konto: "Verein für Männer in Not Ahaus e.V.“ - IBAN DE74 4015 4530 0025 5766 53).

Für das jetzt abgelaufene Jahr wird eine schwarze Null erwartet, dank insbesondere einer großen Spende, die sich aus dem Abschieds- und Sommerfest im September 2019 für Pfarrer Plaßmann ergeben hat. Bei dem Gespräch im Haus Abraham bedankte sich Rudolf Elsebuch als stellvertretender Vorsitzender des Vereins für die Unterstützung der Rotarier beim Vorsitzenden Dr. Niemeier und seinem Stellvertreter Jochen Stüber.

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