Regierungspräsidentin besuchte Kulturlandschaft

|   Ahaus

Auch wenn das Wetter nicht der Jahreszeit entsprechend mitspielte, konnte sich Regierungspräsidentin Dorothee Feller jetzt bei einem Besuch in der LEADER-Region Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden davon überzeugen, dass zumindest die Projekte und ihre Macher in den drei Kommunen und ihren Dörfern glänzen.

Es war ein mehrfach verschobener Besuch der Regierungspräsidentin: Ursprünglich hatte sich Dorothee Feller, die von Münster aus die Geschicke des Regierungsbezirks lenkt, bereits für den letzten November und den März diesen Jahres angekündigt. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie dauerte es aber nun bis Mai, bis die geplante Stippvisite tatsächlich stattfinden konnte. Umso erfreuter waren die zahlreichen Projektträgerinnen und Projektträger, die nun am vergangenen Dienstag ihre Projekte präsentieren durften, die sich Frau Feller gemeinsam mit Frank Nießen und Thomas Külper vom zuständigen Dezernat 33 der Bezirksregierung vorstellen ließen. Zwischen zwei Regenschauern startete die Rundtour durch die Region am geplanten Stiftshaus in Legden-Asbeck. Dort wurde, nach kurzer Begrüßung durch die Bürgermeister der Region, Dieter Berkemeier, Karola Voß und Franz-Josef Weilinghoff, die Idee des in Kürze zu beantragenden Fördervorhabens eines Dorftreffpunktes für Alle von Helmut Schiermann von der Gemeinde Legden vorgestellt. Dort, wo derzeit noch die Container eine Ersatzheimat für die Kinder des anliegenden Kindergartens bieten, soll bis Ende 2022 das neue Gebäude entstehen und Raum u.a. für kirchliche Gruppen, die Bücherei und ansässige Vereine schaffen. Nur einen Steinwurf entfernt wurden der LEADER-geförderte Dorfteich Asbeck, die Kunstroute SKULP I TOUR I A und die Bewegungsgeräte des Kleinprojektes des örtlichen Heimatvereins, das im Rahmen des Regionalbudgets 2020 gefördert wurde, besichtigt. Hier berichtete Rebecca Brüggemann von der regen Nutzung der Geräte durch die Menschen vor Ort.

Nach einer kurzen Weiterfahrt nach Legden stellte in der Brigidenschule Projektkoordinator Tobias Ebbing das erfolgreiche i-pad-Projekt zum schulübergreifenden Lernen vor – hier durfte die Regierungspräsidentin wörtlich noch einmal die Schulbank drücken und konnte sich von den technischen Investitionen ebenso überzeugen wie vom pädagogischen Konzept des Projektansatzes. Ein weiterer Zwischenstopp erfolgte am Jugendhaus Pool. Hier hatte die LEADER-Region im letzten Jahr die Anschaffung von Spielgeräten für den Trägerverein der offenen Jugendarbeit finanziell unterstützt, über die sich nicht nur Johannes Kuiper vom Pool freute, sondern vor allem die Kinder und Jugendlichen, für die die Maßnahme eine Bereicherung der Außenangebote des Jugendzentrums bedeutet. 

In Heek wurde das inzwischen abgeschlossene Projekt zum E-Carsharing vorgestellt. Und auch wenn Projektkoordinatorin Ute Schwietering kein AHL-Fahrzeug mehr präsentieren konnte, stand doch ein E-Auto der inzwischen unter dem Namen AHLEX weitergeführte Maßnahme zur Besichtigung am Rathaus. Die Regierungspräsidentin lobte die innovative Idee des Projektes und die Beschäftigung der Region mit der wichtigen Frage, wie man im ländlichen Raum künftig Mobilität neu gestalten wolle. Dazu passte es, dass Feller beim Besuch in der Region selbst auch im diensteigenen Elektroauto unterwegs war. Nach einer kleinen Stärkung gab es in Nienborg mit der erneuerten Brücke an der fürstbischöflichen Kornwassermühle ein weiteres gefördertes Kleinprojekt zu bestaunen. Highlight dabei war der von der Besitzerfamilie Brüggemann gewährte Einblick ins Innere der Mühle. Zum Abschluss der insgesamt vierstündigen Rundtour wurde Halt gemacht am Marienkrankenhaus in Ahaus-Wüllen. Dort entsteht nach der jüngst erteilten Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 250.000 € mit dem Mariengarten eine Garten- und Parkanlage, die durch barrierefreie, naturnahe Gestaltung zum Begegnungs- und Genesungsort für PatientInnen, Angehörige und die Öffentlichkeit werden soll – eines von zwei Großprojekten der Region in der aktuellen Förderperiode. Hier konnten Projektinitiator Felix Büter und Klinikums-Geschäftsführer Holger Winter spannende Einblicke in die in Kürze beginnenden Arbeiten liefern.

Das Fazit der Regierungspräsidentin zum Ende der Tour war klar: In der aktuellen Förderperiode hat sich einiges getan in Ahaus, Heek und Legden. Gleichzeitig rief sie dazu auf, den Schwung mitzunehmen und auszuweiten. Ihrer Empfehlung, sich für die kommende Förderperiode erneut als LEADER-Region zu bewerben, wollen die drei Gemeinden nur zu gerne folgen: Die Planungen dazu laufen hinter den Kulissen bereits auf Volltouren. Nach den Sommerferien soll es dann konkret werden. Bis dahin und ohnehin noch bis ca. Mitte des nächsten Jahres sollen aber noch möglichst viele neue Projekte an den Start gebracht werden. Denn noch verfügt die Region über Fördermittel, die in Ideen von interessierten ProjektträgerInnen gesteckt werden könnten. Dafür liegt bereits eine ganze Reihe von Ideen auf dem Tisch, aber auch neue Projekte können nach wie vor jederzeit eingereicht werden.

Informationen zur LEADER-Region und zur Möglichkeit, eigene Ideen noch in diesem Jahr fördern zu lassen, finden Interessierte im Internet unter www.leader-ahl.de und twitter.com/LEADER_AHL. Außerdem steht das Regionalmanagement jederzeit für Beratungen zur Verfügung unter der E-Mail regionalmanagement@leader-ahl.de oder telefonisch unter 0251/48 400 19. 

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