Prävention ist beim Thema Essstörungen wichtig

|   Kreis Borken

Magersucht, Bulimie und Ess-Sucht sind vielschichtige und schwerwiegende Erkrankungen, die überwiegend in der Pubertät beginnen. Essstörungen verändern das tägliche Leben der Betroffenen stark und können es schließlich vollkommen beherrschen. Auch im Umfeld der Betroffenen wie in der Familie, bei Freunden und Lehrpersonen hinterlässt die Erkrankung deutliche Spuren. Um frühzeitig "gegensteuern" zu können, bedarf es gut informierter Fachkräfte. Diesen Personenkreis hatte daher jetzt die Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken in Zusammenarbeit mit dem "Arbeitskreis Essstörungen im Kreis Borken" zur Fortbildungsveranstaltung "Hungrige Zeiten" eingeladen.

22 pädagogische Fachleute aus den Bereichen Erziehungsberatung, Schulsozialarbeit und Beratungslehrkräfte kamen dazu im Katharina-von-Bora-Haus in Borken zusammen. Dabei drehte sich alles rund um das Thema "Prävention von Essstörungen". Am Vormittag informierte Referentin Dr. YooJeong Lee, leitende Oberärztin der Christoph-Dornier-Klinik in Münster, unter anderem über Formen von Essstörungen, Vorzeichen und Therapieansätze. Zudem ging sie auf Fragen ein wie: Wie spreche ich Betroffene und Angehörige richtig an? Was passiert in der Klinik? Wie gehe ich mit Betroffenen nach einem Klinikaufenthalt in der Schule um? Im Anschluss stand Dr. Lee den Teilnehmenden für Fragen zur Verfügung.

Am Nachmittag stellten die Mitglieder des "Arbeitskreises Essstörungen im Kreis Borken" Methoden zur Präventionsarbeit mit Schülerinnen und Schülern vor. Zudem hatten die Fachkräfte die Möglichkeit, sich ausführlich über Bücher, Infomaterial und konkrete Hilfsangebote zu informieren. Für die Zukunft wünschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kreis Borken einen "Runden Tisch" zum Thema Essstörungen. Dabei soll es um Entwicklungen, Bedarfe und regionale Angebote gehen. "Wir haben die Anregungen gerne aufgenommen", betont Nina Berger von der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Kreises Borken und Leiterin des Arbeitskreises Essstörungen. Ziel bleibe eine Vernetzung zum Thema im Kreis Borken, um Betroffenen und Angehörigen schnelle Hilfe anbieten zu können.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Essstörungen freuen sich jederzeit über Verstärkung. Interessierte können Kontakt mit Nina Berger per E-Mail an N.Berger@kreis-borken.de aufnehmen.

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