Planungen ins Blaue

|   Ahaus

Die ersten warmen Tage im Februar haben schon einen Vorgeschmack auf den Frühling geliefert, die Menschen freuen sich nach Monaten des Lockdowns und Homeoffice auf möglichst viel Freizeit an der frischen Luft. Normalerweise hätten in der Region Anfang März die ersten Stadtfeste gelockt, doch das Coronavirus und die dazugehörigen Restriktionen sorgen dafür, dass diese Veranstaltungen noch komplett auf Eis liegen.

In den Stadtmarketing-Büros der Region laufen derzeit schwierige Planungen, auch für alternative Ideen.

Das Team von Ahaus Marketing und Touristik (AMT) wäre derzeit mit den heißen Planungen für den Ostermarkt beschäftigt. Doch in der aktuellen Jahresplanung sind noch alle (großen) Events mit Fragezeichen versehen. „Ich persönlich gehe davon aus, dass wir mindestens bis zum Sommer nicht mit größeren Veranstaltungen planen können“, sagt AMT-Geschäftsführerin Claudia Platte. Sie legt den Fokus auf die Wiedereröffnung des Einzelhandels. „Das ist ein Wunsch der Einzelhändler. Wir wollen versuchen, den Neustart mit kleineren Aktionen in der Innenstadt zu begleiten. Alles andere wäre auch nicht verantwortungsvoll“, so Claudia Platte.

Die Mitarbeiter des Stadtmarketings Gescher sind derzeit ganz anders gefordert als sonst. „Wir haben entschieden, das Frühlingsfest - in diesem Jahr wäre Automobil-Ausstellung gewesen - abzusagen und nicht zu planen“, erklärt Jana Ay vom Gescheraner Stadtmarketing. Dafür wird in der Glockenstadt an neuen Ideen und Konzepten gearbeitet. Unter anderem wird es ab nächster Woche eine Gescher-Tasche geben, die man als Geschenk beim Stadtmarketing ordern kann. Je nach Vorstellung und Wunsch des Kunden wird die Tasche mit regionalen Produkten befüllt und kann dann etwa eine Woche später zu einem vereinbarten Termin abgeholt werden. Außerdem werden zu Ostern wieder drei verschiedene Picknickkörbe angeboten. „Das haben wir mit dem Münsterland e.V. schon zu Weihnachten gemacht und großen Erfolg gehabt“, so Jana Ay. Auch diese Aktion startet in der kommenden Woche.

Auch im Vredener Stadtmarketing ist die Arbeit derzeit anders als gewohnt. Geschäftsführerin Karin Otto glaubt nicht daran, dass man in den nächsten vier Wochen große Veranstaltungen mit verkaufsoffenen Geschäften und Menschenmassen in der Stadt durchführen kann. „Diese Signale müssten ja von der Politik kommen und daran glaube ich nicht“, so Otto. Stattdessen plant man in Vreden mit viel Vorfreude die Veranstaltungen, die später im Jahr liegen. „Daraus ziehen wir unsere Motivation, dort auch neue Ideen und Konzepte einzubringen“, macht Karin Otto deutlich, dass es beim Stadtmarketing auch im Lockdown ständig weitergeht.

Martin Auras vom Stadtlohner Stadtmarketing plant mit seinem Team wie schon im Vorjahr auf Sicht. „Bei den Veranstaltungen und Events ist es natürlich sehr schwierig, da wir nicht wissen, ab wann was wieder möglich ist. Wir haben aber bereits viele Ideen und erarbeiten gerade verschiedene Bausteine, die dann hoffentlich auch ganz oder teilweise umgesetzt werden können“, so Auras. Zu den Bausteinen gehören unter anderem eine Neuauflage des Stadtradelns im Mai oder die Begleitung der Einführung des Knotenpunktsystems im Kreis Borken. Hierfür arbeitet das Stadtmarketing beispielsweise derzeit verschiedene Radrundrouten von Stadtlohn aus. Auch die Entwicklung eines Stadtspaziergangs analog wie auch digital wird vorangetrieben.

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