Pilotvorhaben zur rentablen Vermarktung

|   Ahaus

Kleinere Erzeuger aus Ahaus, Heek und Legden sind ab sofort aufgerufen, an einer Online-Befragung teilzunehmen, um herauszufinden, wie lokale und regionale Produkte unterschiedlichster Art nachhaltig und rentabel für Erzeuger und Konsumenten vermarktet werden können. Die Untersuchung dient der Vorbereitung des transnationalen europäischen Projektes „Fresh local food“ teil, bei dem wettbewerbsfähige Strukturen für Erzeuger in ländlichen Regionen geschaffen werden sollen. Auftakt dazu ist im September.

Konsumenten kaufen immer lieber Produkte aus der Region, viele Supermärkte vermarkten ihre Lebensmittel als Erzeugnisse „von nebenan“ – doch die Realität für lokale Erzeuger sieht häufig anders aus. Besonders die Frage des Absatzes kleinerer Betriebe stellt häufig ein Problem dar. Eine nachhaltige, rentable Vermarktung regionaler Lebensmittelsysteme, von denen sowohl Produzenten wie auch Konsumenten gleichermaßen profitieren, findet nur selten statt. Ein gemeinsames Untersuchungsprojekt der LEADERRegion Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden mit der Nachbarregion Zuidwest Twente aus den Niederlanden und zwei Regionen aus Finnland versucht nun herauszufinden, welche Vermarktungswege in den Regionen bereits genutzt werden, wie diese funktionieren und ob es Bedarf nach Alternativen bzw. zusätzlichen Vermarktungswegen gibt. Die zentrale Fragestellung im Projekt lautet: Wie kann die Wertschöpfung für lokale und regionale Erzeuger von vor Ort erzeugten Lebensmitteln und Produkten in den ländlichen Regionen erhöht werden und wie können Logistikprobleme und Aufwand für den Vertrieb eigener Waren für Erzeuger minimiert werden?

Der Startschuss für das Kooperationsprojekt fällt am 07. September mit einem ersten Zusammenkommen aller interessierten Erzeuger aus AHL. Dabei sollen zunächst die Situation sowie die Herausforderungen vor Ort offengelegt werden. Eine Woche später findet dann digital die regionsübergreifende Auftaktveranstaltung mit Teilnehmern aus drei Ländern statt.

Vorab benötigen die Regionen allerdings erste Informationen zur Lage vor Ort. Dominik Olbrich, Regionalmanager der Region Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden, ruft daher alle interessierten Erzeuger aus den drei Kommunen zur Unterstützung auf: „Wir würden gerne wissen, was es in der Region bereits gibt, welche konkreten Herausforderungen für die Erzeuger aus unserer Region bestehen und welche Wünsche es für eine Optimierung der Situation gibt. Nur so können wir das Projekt inhaltlich so aufstellen, dass am Ende auch tatsächlich etwas bewegt wird“. Denn auch wenn ein Großteil des Kooperationsprojektes im Austausch der Akteure untereinander und im Vergleich von Vermarktungsbeispielen liegt, sollen doch auch konkrete Maßnahmen entwickelt werden, die die Situation in allen Regionen optimiert. Dafür ist es jedoch dringend erforderlich, dass sich die Zielgruppe auch aktiv einbringt - wer also mitmachen und mitdiskutieren will, kann dies jederzeit und ohne Verpflichtungen tun. Das Projekt ist angesetzt auf eine Laufzeit von zwei Jahren.

An der Online-Befragung können Interessierte hier ab sofort und bis zum 31. August 2021 teilnehmen:
https://www.surveymonkey.de/r/ErzeugerbefragungAHL

Informationen zur LEADER-Region und zum transnationalen Kooperationsprojekt finden Interessierte im Internet unter www.leader-ahl.de und twitter.com/LEADER_AHL. Außerdem steht das Regionalmanagement
jederzeit für Fragen rund um das Projekt zur Verfügung unter der E-Mail regionalmanagement@leader-ahl.de oder telefonisch unter 0251 – 48 400 19.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von