Paderborner Domchor brillierte zum Patronatsfest

|   Ahaus

Über 180 Besucher ließen sich das Chorkonzert mit dem Paderborner Domchor zum Patronatsfest des Berufskollegs Canisiusstift Ahaus nicht entgehen. Schwester Maria Manuela Gockel, Schulleiterin des Berufskollegs, begrüßte zu Beginn des Konzertes herzlich den Domchor und die zahlreich anwesenden Konzertbesucher, unter ihnen die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß, den Geschäftsführer der Schulen in Trägerschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel, Stefan Burk, sowie den kaufmännischen Leiter Andreas Reichert.  Bei Pfarrer  Heinrich Plaßmann bedankte sie sich, dass das Berufskolleg Gast der Pfarrgemeinde sein durfte sowie bei den Sponsoren Volksbank Gronau-Ahaus eG, Augenzentrum Nordwest, Sparkasse Westmünsterland und Hemker Elektrotechnik für ihre Unterstützung.

Thomas Bittner, Schulseelsorger des Berufskollegs und ehemaliges Mitglied des Domchores, schlug in seiner Begrüßung den Bogen vom Patron des Berufskollegs Petrus Canisius, der als Jesuit dem Ausspruch „Alles zur größeren Ehre Gottes“ nahestand und dem Domchor, auf den dieser Leitspruch ebenfalls zutreffend ist. Denn er steht in einer Tradition, die sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Auch heute noch stehen die Jungen und jungen Männer regelmäßig im Paderborner Dom und gestalten die Liturgie musikalisch mit. Der schlichte, große Kirchenraum der Ahauser Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt bot dem Domchor unter der Leitung des Domkapellmeisters Thomas Berning den idealen Rahmen, in dem man sich ganz auf den Chorgesang und das souveräne Orgelspiel von Marcel Eliasch, Paderborner Domchor, konzentrieren konnte.

Egal, ob als gesamter Chor oder als Chor mit vier Stimmen,  das vielfältige Programm unter dem Titel „Unsere Quelle bist Du“ wurde hochkonzentriert, akzentuiert, dabei aber mit einer souveränen Leichtigkeit raumfüllend vorgetragen. Auf dem Programm stand ein Querschnitt von Chormusik und Orgelspiel vom 16. bis zum 20. Jahrhundert z. B. das Kyrie  und Gloria aus der Missa „Qual donna“ von Orlando di Lasso (1532 – 1594), „Psallite  Deo nostro“ von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)  „Periti autem“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847), das Chorlied „Herr, du bist mein Leben“ von Klaus Wallrath (1959) oder das Präludium in D, BuxWV 139 für Orgel von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707).

Für den Chor besonders spannend im Programm war „Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz, op 29,2“ von Johannes Brahms (1833 – 1897), denn diese Motette hatte der Chor gerade erst eingeübt. Auch diese Premiere wurde bravourös gemeistert. Voll in seinem Element waren sie bei „Unsere Quelle bist du“, von seinem Domkapellmeister Thomas Berning (1966) und Markus Gotthard (1974) komponiert. Es weist alle Elemente auf, ein viel und gern gesungener Klassiker der Chormusik zu werden. Das Publikum bedankte sich für das gelungene Chorkonzert mit langanhaltendem, stehendem Applaus. Beim anschließenden Stehempfang vor der Kirche wurden Gedanken zum Konzert ausgetauscht, wobei die eine oder andere Frage nach dem nächsten Konzertereignis aufkam.

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