Oskar-Patzelt-Stiftung besucht Preisträger

|   Ahaus

„Ich bin sehr positiv überrascht von der äußerst starken Innovationskompetenz und Wettbewerbsstärke, von ausgefeilten Unternehmenskonzepten und spannenden Internationalisierungsstrategien,“ resümierte Christian Wewezow, Kuratoriumsvorsitzender der Oskar-Patzelt-Stiftung, jetzt nach seinem zweitägigen Besuch im Kreis Borken. Auf Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG) hatte er sich ein Bild von der Wirtschaftsvielfalt in der Region gemacht. Mit Pietsch in Ahaus, Terhalle in Ahaus-Ottenstein, Laudert in Vreden und Netgo in Borken besuchte er vier Unternehmen, die bereits in den vergangenen Jahren bei dem von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgelobten Mittelstands-Oskar „Großer Preis des Mittelstandes“ auf dem Siegertreppchen standen und in diesem Jahr teilweise erneut nominiert werden.

„Bei diesem Wirtschaftspreis bewertet die Jury in sehr vielfältigen Kategorien, was ein chancenreiches Siegerunternehmen ausmacht. Bei meinen Unternehmensbesuchen wurden mir sehr durchdachte Antworten präsentiert. Diese Unternehmen sind allesamt extrem preiswürdig“, so Wewezow weiter. So zeigte er sich bei den Firmen Terhalle und Laudert vor allem von den cleveren Internationalisierungsansätzen beeindruckt. Während das Holzbau-Unternehmen Terhalle über seine jüngsten Exportkonzepte in Südkorea berichtete, erläuterte das Vredener Medienunternehmen mit insgesamt 400 Mitarbeitern, wie es in Thailand und Vietnam seine Bildbearbeitung aufgebaut hat und durch stetige Optimierungen im Work-Flow und eigene IT-Leistungen im internationalen Wettbewerbskampf punkten kann. Beim Rundgang durch das Großhandelsunternehmen für Sanitär, Heizung, Klima und Umwelttechnik Pietsch überzeugten vor allem das Logistikkonzept und der Einsatz modernster Technik zur Fehlervermeidung, die sog. „Pick-by-Voice“-Kommissionierung. In Borken erläuterten die Netgo-Geschäftsführer den starken Expansionskurs und das aktuelle Bauvorhaben für ein neues Verwaltungsgebäude.

In den Unternehmer-Gesprächen, die von Dr. Markus Könning, Leitung der WFG-Innovationsberatung, koordiniert und begleitet wurden, ging es auch um den Meinungsaustausch zum jeweiligen Stand der Digitalisierung in den Unternehmen, moderne Konzepte der Personalführung und den Umgang mit Unternehmenswachstum.

Das persönliche Gespräch mit Landrat Dr. Kai Zwicker rundete das Besuchsprogramm ab. „Ich fühle mich sehr wohl hier. Der Kreis Borken ist bodenständig, aber dennoch offen und äußerst innovativ“, so der Kuratoriumsvorsitzende aus Leipzig.

„Wir freuen uns sehr über die positive Einschätzung unserer Unternehmen, wissend, dass der ‚Große Preis des Mittelstandes‘ neben der Gesamtentwicklung, die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierung und Innovation, Service, Kundennähe und Marketing immer auch zugleich das Engagement in der Region als Wettbewerbskriterium bewertet“, so Markus Könning.

In der WFG informierte sich der Vertreter der Oskar-Patzelt-Stiftung über den aktuellen Stand der Bewerbungen. Aktuell wurden 60 Unternehmen aus dem Kreis Borken von NRW-weit 423 bzw. bundesweit 4.917 für Deutschlands meist beachteten Wirtschaftspreis nominiert. Die WFG nominierte allein 27 Unternehmen. Die Betreuung durch die WFG erfolgt stets engmaschig bis zum Finalisten-Status und nicht selten bis auf das Siegerpodest. So war Laudert 2011 Finalist und 2013 Preisträger. Netgo wurde 2015 mit der Ehrenplakette beim „Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnet. Pietsch erreichte bereits im Jahr 2011 den Finalistenstatus und war im vergangen Jahr wie Terhalle Preisträger.

Nach der erfolgreichen Auszeichnung in der Sonderkategorie „Kommune des Jahres“ im Jahr 2012 zählt auch die WFG in diesem Jahr wieder erneut zu den Kandidaten. Insgesamt 56 Unternehmen bzw. Personen haben die WFG für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. „Gerade mit Blick auf unser 50-jähriges Jubiläum in diesem Jahr freuen wir uns besonders über die zahlreichen Nominierungen“, so WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider. Mit großer Spannung erwartet die WFG mit den nominierten Unternehmen nun die bevorstehenden Auszeichnungsabende am 29. September in Düsseldorf und am 27. Oktober in Berlin. Bis dahin werden insgesamt zwölf Regionaljurys und eine Abschlussjury auf die Wettbewerbsvorschläge blicken. Pro Wettbewerbsregion können jeweils drei Unternehmen als Preisträger und fünf weitere als Finalist ausgezeichnet werden.

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