Neuer Vorstand führt die „Jubi“ in die Zukunft

|   Kreis Borken

Auf der ersten Mitgliederversammlung mit den neuen Mitgliedern des Vereins für Ev. Jugendpflege e.V., Träger der Jugendbildungsstätte Nordwalde, wurde am 26. März ein neuer, achtköpfiger Vorstand für die kommenden vier Jahre gewählt. Die erschienenen 23 stimmberechtigten Mitglieder wählten mit großer Mehrheit Simone Schulz aus Altenberge zur neuen Vorsitzenden des Vereins. Stellv. Vorsitzender ist Rolf Krebs, ehem. Superintendent des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Ulrich Velling, Heike Möller, Svenja Hoffmann, Pfarrerin Imke Philipps sowie Ellen Knoop. Jugendreferent Thomas Flachsland als Vertreter der Ev. Jugend im Kirchenkreis gehört als geborenes Mitglied dem Vorstand an.

Es war die letzte Mitgliederversammlung, die von Superintendent Joachim Anicker geleitet wurde, der als bisheriger Vorsitzender des Vereins den Staffelstab an die neue Vorsitzende übergab. Er ist erleichtert, dass die Arbeit in dem evangelisch geprägten Bildungshaus weitergehen kann. Er sprach vor allem dem Team der Mitarbeitenden der Einrichtung seinen Respekt und Dank für ihr Engagement und Durchhaltevermögen aus. Auch der Pro-Jubi-Initiative sowie dem kommissarischen Geschäftsführer Pfarrer Thomas Ring dankte Anicker und blickte hoffnungsvoll in die Zukunft: „Es liegt viel Arbeit vor Ihnen, aber so, wie es jetzt aussieht, kann und wird es gelingen.“ Reinhold Hemker, Mitglied der Pro-Jubi-Initiative, überreichte dem scheidenden Vorsitzenden Blumen und eine simbabwische Skulptur und dankte für dessen unermüdlichen Einsatz für die Jugendbildungsstätte. „Ich habe oft gedacht, dass ich nicht in deiner Haut stecken möchte“, betonte Hemker im Hinblick auf die schwierigen Jahre, die das Bildungshaus hinter sich hat, und auf die Doppelfunktion, die Anicker auszufüllen hatte.

Nachdem die Synode des Ev. Kirchenkreises im November 2018 beschlossen hatte, für den Betrieb der Jugendbildungsstätte Nordwalde ab 2020 keine Kirchensteuermittel mehr zur Verfügung zu stellen, mussten neue Wege für den Weiterbetrieb gefunden werden. Die Pro-Jubi-Initiative um Reinhold Hemker, Simone Schulz und Christian Elfers sowie dem kommissarischen Geschäftsführer Pfarrer Thomas Ring haben seitdem viel in Bewegung gesetzt und neben der finanziellen Neukalkulation auch das inhaltliche Konzept überarbeitet. Auf seiner Mitgliederversammlung Mitte Februar hat der Verein eine Satzungsänderung beschlossen, die eine Weiterarbeit der Jubi möglich macht. Mitglieder können nun nicht mehr nur ev. Kirchengemeinden des Kirchenkreises sein, sondern auch Privatpersonen, Vereine und Organisationen.

Die bisherigen Mitglieder des Vereins – der Kirchenkreis sowie seine 20 Kirchengemeinden – konnten sich entscheiden, ob sie die Arbeit der Einrichtung durch ihre Mitgliedschaft weiter unterstützen oder austreten wollten. Einige Kirchengemeinden haben ihren Verbleib bereits bestätigt, darunter die Kirchengemeinden Ahaus, Billerbeck, Emsdetten, Nordwalde-Altenberge, Nottuln, Ochtrup-Metelen und Rhede. Der Ev. Kirchenkreis gehört dem Verein nicht mehr an, begleitet die Arbeit der Bildungseinrichtung aber weiterhin positiv. Der neue Vorstand hat nun die Aufgabe, die Arbeit der Jugendbildungsstätte inhaltlich weiterzuentwickeln. Viel Energie fließt zurzeit in die Gewinnung neuer Beleger und Besuchergruppen, die Ausweitung attraktiver Programmangebote und die Weiterentwicklung einer betriebswirtschaftlichen Steuerung des Tagungs- und Belegungshauses. Erste Bilanz wird auf der nächsten Mitgliederversammlung gezogen, die für den September beschlossen wurde.

Wer die Arbeit der Jubi unterstützen möchte, kann dies durch eine (Förder-)Mitgliedschaft tun. Infos dazu unter Tel. 02573-936316 oder E-Mail: info@jubinordwalde.de

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