Neuer Löschzugführer in Nienborg

|   Heek

Thomas Vennemann ist der neue Löschzugführer des Löschzugs Nienborg der Freiwilligen Feuerwehr Heek. In einer kleinen Feierstunde überreichte ihm Wehrführer Heinz-Peter Rump am Samstag (27. Februar) die Urkunde zur Beförderung zum Brandoberinspektor und die Ernennungsurkunde zum Einheitsführer. Der stellvertretende Wehrführer Manfred Lösing tauschte dazu passend die Schulterstücke auf Vennemanns Uniform aus. Gleichzeitig sprach Rump dem scheidenden Löschzugführer Reinhard Gesenhues seinen großen Dank für die vorbildliche Arbeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen zwölf Jahren aus.

Wegen der aktuellen Corona-Krise erfolgte die Amtseinführung unter Ausschluss der Öffentlichkeit. So musste der Löschzug auch seine für den Februar geplante Generalversammlung auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschieben. „In einem Team durch Dick und Dünn zu gehen, um für andere Menschen da zu sein“, das sei die Motivation von Thomas Vennemann, dieses unentgeltliche Ehrenamt und seinen Beruf auszuüben. Der gelernte Rettungssanitäter ist hauptberuflich als Hauptbrandmeister und Notallsanitäter bei der Feuerwehr Münster tätig. Als Kind träumte der 36-jährige davon, einmal mit einem Feuerwehrauto mit Blaulicht zu fahren. Vor 20 Jahren trat er der Feuerwehr bei. 2003 erfolgte die offizielle Aufnahme durch den damaligen Wehrführer Willi Kötte.

Auf der letztjährigen Löschzug-Generalversammlung wurde er in sein Amt gewählt. Seitdem hat er Reinhard Gesenhues begleitet und sich auf seine neue Funktion vorbreitet. Der bisherige Löschzugführer gibt das Amt aus privaten Gründen auf. Er bleibt der Feuerwehr Nienborg selbstverständlich erhalten. Durch seinen Onkel Willi Gesenhues kam er zur Feuerwehr. Mit einigen Freunden schauten sie sich 1990 die Löscharbeiten bei einem Hausbrand in der Hauptstraße an. „Wenige Tage später habe ich beim damaligen Löschzugführer Klaus Borgers angemeldet“, schaut er auf 31-jährige Mitgliedschaft im Nienborger Löschzug zurück. In all den Jahren hat er an 60 Ausbildungen und Fortbildungen teilgenommen und ein umfangreiches Fachwissen erworben. „Das Hochwasser 2010 war für uns eine besondere Herausforderung. Da war ich 24 Stunden im Einsatz, da hat mich der Bürgermeister nach Haus geschickt“, hebt Reinhard Gesenhues diesen Einsatz rückblickend hervor. So haben die Einsätze bei Wetterlagen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Oftmals rückt die Feuerwehr zu technischen Hilfeleistungen raus, Brandeinsätze sind eher selten.

Als Grundlage für seine neue Funktion nahm Thomas Vennemann vor zwei Jahren an der Fortbildung für Zugführer teil und im Januar dieses Jahres für Verbandsführer. „Es ist schön, ein Teil der nunmehr 139 Jahre alten Feuerwehr in Nienborg zu sein und eine schlagkräftige Mannschaft vertreten zu dürfen“, freut sich der Vennemann auf seine neue Aufgabe. Ihm zur Seite steht Berthold Elkemann als stellvertretenden Löschzugführer. 14 Jahre war Thomas Vennemann Gerätewart, diese Aufgabe übernimmt Christoph Berteling.

Zu seinen großen Herausforderungen zählt er den Neustart nach Corona mit der Wiederaufnahme des Übungsdienstes, den Versammlungen und natürlich auch die Kameradschaftspflege. Wichtig sind für ihn die gemeinsamen Übungen und die Kameradschaftspflege mit dem Löschzug Heek und den benachbarten Feuerwehren. Während der Einsatzdienst nie eingestellt und gefährdet war, muss der Löschzug auf die übrigen Dinge verzichten. Ein großes Anliegen ist für ihn die Mitgliedergewinnung. Aktuell ist der Nienborger Löschzug mit 47 Kameradinnen und Kameraden gut aufgestellt. „Ich übernehme eine sehr gute und motivierte Mannschaft und eine optimal ausgestattete Feuerwehr“, lobt Thomas Vennemann die Arbeit seines Vorgängers und die der Gemeinde Heek, die in den vergangenen Jahren sehr viel Geld in die Ausstattung der Feuerwehr investiert hat. So wurde der gesamte Fuhrpark am Standort Nienborg in den zurückliegenden Jahren ersetzt. Eine gute Basis ist für ihn die sehr aktive Jugendfeuerwehr.

Froh sind der alte und neue Löschzugführer darüber, dass der Standort der Feuerwehr in Nienborg für die Zukunft gesichert ist. Mit Spannung warten sie auf die Gefährdungsbeurteilung, die ein Ingenieurbüro für das Feuerwehrgerätehaus an der Ochtruper Straße vorgenommen hat. Aus Sicht des Löschzuges besteht hier betreffend des Platzangebotes und der Infrastruktur handlungs- und optimierungsbedarf.

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