Nächster Abbruch: Tischtennis-Saison ist beendet

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Nun hat der nächste Sportverband in NRW die Reißleine gezogen: Der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) folgt nun doch der Entscheidung des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) sowie weiterer Landesverbände und bricht die Saison in allen Spielklassen auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene ab. Die Auf- und Abstiegsregelungen sind außer Kraft gesetzt.

Die Annullierung der Spielzeit 2020/21 habe der Vorstand Sport nach längeren Überlegungen am Donnerstag per Umlaufverfahren einstimmig beschlossen, teilt der WTTV auf seiner Homepage mit. Da die Auf- und Abstiegsregelungen außer Kraft gesetzt werden, erhalten alle Mannschaften zur neuen Saison das Startrecht in ihrer bisherigen Klasse. Dies gilt auch für Mannschaften, die nach Ende der Vereinsmeldung für die Saison 2020/21 zurückgezogen oder gestrichen wurden.

Bezirke und Kreise werden gebeten, Klassenverzichte aus allen höheren Spielklassen ohne Rücksicht auf deren Anzahl aufzunehmen. Für Turniere, Pokalwettbewerbe und Mannschaftsmeisterschaften gilt weiter ein Austragungsverbot vorerst bis zum 11. April. Je nach Vorgaben der politischen und kommunalen Entscheidungen können WTTV, Bezirke und Kreise für bestimmte Spiel- und Altersklassen eine alternative freiwillige Spielrunde anbieten – ohne Auswirkungen auf die Spielklassen.

„Unsere ursprüngliche Absicht war, nach dem Beschluss vom 13. Februar mit umfangreichen Spielverlegungen in den April/Mai hinein noch die ursprünglich für Anfang März angekündigte Beschlussfassung des DTTB abzuwarten. Daraus wurde nichts, weil der DTTB und auch einige andere Verbände ihre Entscheidungen zum Abbruch der Spielzeit 2020/21 vorverlegt haben“, erklärt Werner Almesberger, der Vorsitzende des Ausschusses für Erwachsenensport im WTTV.

Die Begründung für die Annullierung der Spielzeit 2020/21 entspricht weitgehend den Veröffentlichungen des DTTB und anderer Verbände: „Die Öffnung von Sporthallen ist nicht absehbar, schon gar nicht flächendeckend und ohne Einschränkung der Anzahl der teilnehmenden Sportler“, so der Vorsitzende. Über allem stehe ohnehin der Schutz der Gesundheit, der in diesen Zeiten auch unter Befolgung von Hygieneregeln nicht immer zufriedenstellend gesichert werden kann. „Kurzum: Nach unserer Meinung besteht aufgrund der derzeitigen pandemischen und politischen Entwicklung keinerlei Aussicht, die Spielzeit unter Beachtung größtmöglicher Chancengleichheit für alle Vereine und Spieler weiterzuführen“, so Almesberger, der auf das Verständnis der Vereine baut.

Der Einstieg in die Saison 2021/22 erfolgt am 25. Mai mit der üblichen Vereinsmeldung.

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