Nachfahrin jüdischer Familie zu Gast in Ahaus

|   Ahaus

In der vergangenen Woche war die australische Familie Krampel zu Besuch in Ahaus und traf auf Bürgermeisterin Karola Voß. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn reist Marcia Krampel, die Tochter der Ahauser Jüdin Marianne de Jong, durch Deutschland.

Die Familie de Jong wurde gemeinsam mit 18 weiteren jüdischen Ahausern im Dezember 1941 deportiert. Marianne de Jong, Marcia Krampels Mutter, überlebte die Verfolgung und Inhaftierung im Ghetto Riga und im Konzentrationslager Stutthof gemeinsam mit ihrer Schwester Ilse. Nach ihrer Befreiung emigrierten die beiden Schwestern nach Australien; sie sind mittlerweile verstorben.

Frau Dr. Karras aus dem Fachbereich Bildung, Kultur, Sport zeigte der Familie de Jong / Krampel ihre Wurzeln, unter anderem die Stelle an der Coesfelder Straße, an der das frühere Wohnhaus der Familie de Jong in Ahaus stand. Fünf Stolpersteine erinnern heute am südwestlichen Rande des Rathausplatzes an die verfolgten Familienmitglieder de Jong.

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