Musikverein stimmt sich aufs Frühjahrskonzert ein

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„Volles Haus“ hieß es am vergangenen Freitag in der Aula der Bischof Martin Grundschule. 62 der 65 aktiven Musikerinnen und Musiker vom Musikverein Nienborg 1924 e.V. fanden sich im Probenraum zum Probenwochenende ein. Dirigent Achim Pradel und der Musikerrat haben am Ende des vergangenen Jahres drei neue Musikstücke ausgesucht, die das Orchester nun einstudieren und beim Frühjahrskonzert am Samstag, 30. März 2019 erstmalig der breiten Öffentlichkeit präsentieren wird.

Die Stücke sind sehr anspruchsvoll, da ist das ganze Können des Ensembles gefordert. „Die Große Seefahrt 1492“ ist in der Höchststufe angesiedelt. „Mit dem fast zwölfminütigen Konzertwerk spielt der Musikverein erstmalig ein Musikstück mit dem Schwierigkeitsgrad 6“, freut sich Achim Pradel auf diese Herausforderung. Komponist Pavel Stanék lässt in seiner großen Fantasie die große Seefahrt von Christoph Kolumbus im Jahre 1492 in eindrucksvoller Weise ein bedeutendes historisches Ereignis Klang werden. Weiter können sich die Besucher des Konzertes auf „Lord Tullamore“ von Carl Wittrock freuen. Tullamore ist ein kleines Dorf in der Republik Irland, dem Land, das stets an wunderschöne Landschaften, irische Folk Music und gut gereiften Whiskey denken lässt. In dem mitreißenden Stück lässt der niederländische Komponist an seinem persönlichen Blick auf irische Folkmusik teilhaben. „Die „Seagate Ouverture“ von James Swearingen zeichnet einen Spaziergang an einer Küstenlinie. Nach einer ruhigen und schönen Einleitung folgt ein technisch schwieriger Teil mit Taktwechseln und schöne Melodien in den Holzbläsern und Trompeten. Der von den Klarinetten angeführte mittlere Teil besticht durch schöne Harmonien. „Zum Ende hin kann das Orchester noch mal zeigen das es technisch sehr bewandert ist“, weiß Achim Pradel, dass seine Schützlinge und er bei dem in Schwierigkeitsgrad 5 eingestuften Musikstück gefordert sind.

„Rund 60 Musiker beim Probenwochenende, das macht mich schon sehr stolz“, freute sich Achim Pradel über die fast einhundert prozentige Teilnahme. Die große Anzahl Musiker auf engem Raum führten zu einer zwar etwas unruhigen, aber effektiven Probe, ergänzte er. Daran wird deutlich, dass der Musikverein mittelfristig einen neuen Probenraum benötigt und die Planungen für das Dorfgemeinschaftshaus vorangetrieben werden.

Am zweiten Tag probte das Orchester im „Langen Haus“ der Landesmusikakademie. Am Abend kehrten die Musiker in den „Burgkeller“ des Langen Hauses ein, wo die zweitägige Intensivprobe in geselliger Runde ausklang. Die Organisation hatte in diesem Jahr das Klarinettenregister übernommen. Die Gesamtleitung hatte Achim Pradel inne, der in den Registerproben auch das hohe Blech schulte. Für die Flöten war Kosntanze Kästner, für die Klarinetten und Saxophone Josef Register, für das tiefe Blech Christoph Pimpl und für das Schlagzeug Bernhard Wermer verantwortlich.

Am Freitag, 8. Februar, ist die Generalversammlung des Vereins. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Gaststätte Nonhoff.

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