Modellkommune Ahaus: Planungen laufen

|   Ahaus

Damit Ahaus als Modellkommune an den Start gehen kann, ist vom Land NRW neben einem stabilen 7-Tage-Inzidenzwert unterhalb von 100 ein klares Konzept gefordert. Details sollten heute,  Freitag, 16. April, mit Vertretern des NRW-Wirtschafts- und des NRW-Gesundheitsministeriums, der Staatskanzlei, des Kreises Borken sowie der Stadt Ahaus besprochen werden. Dieses Gespräch musste allerdings seitens des Landes abgesagt und auf die kommende Woche verschoben werden.

Ahaus hatte den Zuschlag zur Modellkommune unter anderem wegen des bereits vorhandenen Digitalisierungsansatzes und den Erfahrungen rund um die ausgeweiteten Testmöglichkeiten vor Ort bekommen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie der Tobit.Labs AG bereiten alle notwendigen Schritte für eine Umsetzung vor.

Für einen möglichen Start des Modellversuchs in Ahaus ist Voraussetzung, dass der Modellbereich eindeutig abgegrenzt werden kann. Dafür bietet sich die Ahauser Fußgängerzone in der Innenstadt besonders an und wurde auch aufgrund des baulichen Zuschnitts und der klar zu definierenden Zugänge vom Land NRW als Modellbereich ausgewählt. An den Eingängen zur Fußgängerzone soll per QR-Code-Abfrage überprüft werden, ob ein aktuelles negatives Testzertifikat vorliegt oder eine vollständige Impfung vorhanden ist.

Innerhalb des abgegrenzten Bereichs sollen dann die derzeit geltenden strengen Verhaltensregeln (zum Beispiel Maskenpflicht, Abstandsregelungen) deutlich gelockert werden, um ein Gefühl von Normalität zu vermitteln. Die Geschäfte, Gastronomie etc. würden jeweils mit QR-Codes ausgestattet, um eine möglicherweise notwendige Kontaktverfolgung zu ermöglichen. Viele der Prozessschritte sollen in die Hände und Verantwortung der Bürgerinnen und Bürgern gelegt werden; das Vertrauen auf den verantwortungsvollen Umgang der Besucherinnen und Besucher dieses Bereichs steht im Mittelpunkt.

Darüber hinaus wurden aus dem Bereich Kultur und Freizeit sogenannte "Points of Interests" ausgewählt, die ergänzend zum Projektschwerpunkt Innenstadt geöffnet werden könnten. Auch hier muss über Einzelheiten noch mit dem Land NRW gesprochen werden. Klar ist aber, dass keine weiteren Vorschläge aus der Wirtschaft, Gastronomie, von Vereinen oder Privatinitiativen in das Modell aufgenommen werden können.

Das Modellprojekt soll wissenschaftlich durch das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung begleitet werden. Mit der Beteiligung an dem Projekt der Modellkommunen möchte die Stadt Ahaus einen gesellschaftlichen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leisten.

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