Menschen mit Demenz: Impulse für das Verstehen

|   Ahaus

An die 30 Teilnehmer aus den Bereichen Pflege, Sozialer Dienst und Betreuung zählte die 1. Gerontopsychiatrische Fachtagung des Caritas Bildungswerkes in Ahaus. Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema: „Menschen mit Demenz – Impulse für das Verstehen und den Umgang“. Dr. Jutta Hollander berichtete über den aktuellen Stand der Forschung und leitete daraus die Anforderungen für die Praxis ab. „Einiges war bereits bekannt, aber es gibt auch immer wieder Neuerungen, von denen ich noch nicht wusste“, erklärte eine Teilnehmerin. Der Input von Diplom-Pädagogin Dr. Jutta Hollander wurde sehr positiv aufgenommen.

Anschließend ging es für die Teilnehmer in verschiedene Workshops. Den Workshop „Integrative Validation nach Richard® – Eine Einführung“ leitete Anne Kloos, Pflegefachkraft und Praxisbegleiterin für Basale Stimulation. Der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern zeigte, dass der Ansatz bereits in vielen Köpfen gut verankert und der Stellenwert unverändert hoch ist.

Isabella Helmer Kowalke (Pflegefachkraft, Gerontopsychiatrische Fachkraft) stellte Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz „Von A wie Anregung bis Z wie Zuhören“ vor. Anregungen so viele wie die Buchstaben des Alphabets zählen – und noch mehr. Die Freude und das Lachen der Gruppe während des Workshops war bis vor die Tür zu hören. „Das ist ja klasse – und so einfach! Das probier‘ ich gleich morgen mal aus“, sagte eine Teilnehmerin.

Am Nachmittag ging es mit zwei Workshops weiter. „Aufforderndes Verhalten – suchend reagieren und Umgangsempfehlungen herleiten“ leitete Anita Drodofsky, Dipl.- Psychologin und pädagogische Mitarbeiterin. In diesem Workshop wurde ein Zugang zum Auffordernden Verhalten über die Gefühle vorgestellt sowie zwei Methoden, um Ideen für Menschen mit Demenz zu generieren. Im Demoraum fand ein weiterer Workshop von Anne Kloos „Basale Stimulation in der Begleitung von Menschen mit Demenz“ statt. Die Teilnehmer erlebten hier in einer direkten Simulation am eigenen Körper, wie sie mit der basalen Stimulation positive Effekte bei ihren Patienten und Bewohnern erreichen können.

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