Medizinisches Netzwerk zukunftsorientiert ausgebaut

|   Kreis Borken

Die Zeichen der Zukunft in der Krankenhaus-Landschaft stehen auf Kooperation und Spezialisierung von medizinischen Leistungen, die Hand in Hand verlaufen müssen. Das Klinikum Westmünsterland gilt mit seinen inzwischen sechs Standorten im Westmünsterland als erfolgreicher Landkreisversorger. Wie die Zusammenarbeit zwischen den Häusern und ihrer einzelnen Kliniken und Zentren genau funktioniert, darüber hat sich Landrat Dr. Kai Zwicker bei einem Besuch im Klinikum Westmünsterland ein aktuelles Bild gemacht. Im Gespräch mit Ludger Hellmann (Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Westmünsterland) ging es unter anderem über Herausforderungen, Chancen und Ziele der medizinischen Versorgung des Kreises Borken und der angrenzenden Regionen.

„Die Entscheidung mit dem Stadtlohner Krankenhaus unter dem einheitlichen Dach des Klinikums zusammen zu arbeiten, ist gerade bei den aktuellen Entscheidungen im Gesundheitssektor genau der richtige Schritt“, stellte Landrat Dr. Kai Zwicker fest. Ludger Hellmann, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Westmünsterland, brachte es auf den Punkt: „Es war und bleibt die Kunst, die Herausforderungen der Zukunft zeitnah zu erkennen und frühzeitig zu handeln, damit es zu keinem Qualitätsverlust der Medizin im ländlichen Raum kommt.“ Zwicker und Hellmann betonen unabhängig voneinander, dass die medizinische Expertise im Westmünsterland der in Ballungszentren ebenbürtig ist, allerdings spielt hierbei die Digitalisierung im Gesundheitswesen eine entscheidende Rolle in Bezug auf den Fortschritt.

Um Qualitätsmedizin dauerhaft hochwertig anbieten zu können, muss eine schnellere digitale Infrastruktur geschaffen werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Das Klinikum arbeitet wie eine Uniklinik, aber mit dem Unterschied, dass die Experten sich über sechs Standorte verteilen und nicht an einem Ort sind“, so Hellmann und stellt klar: „Die Vernetzung des Wissens der eigenen Ärzteschaft und der Austausch mit niedergelassenen Ärzten ist daher sehr wichtig und wird zum großen Problem werden, wenn die nötige digitale Basis nicht vorhanden ist. Nur moderne Arbeitsplätze sind attraktiv, mitentscheidend für den Behandlungserfolg und helfen es zu verhindern, dass gut ausgebildete Fachkräfte abwandern“.

 „Dort, wo der Kreis in diesem Bereich helfen kann, wird er das auch tun“, versprach Landrat Zwicker. Wie wichtig eine gute Vernetzung ist, machte Hellmann beim digitalen Rundgang über den Gesundheitscampus des Ahauser Krankenhauses deutlich, wo ambulante und stationäre Versorgungsstrukturen eng miteinander verbunden sind.

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