Medizinische Qualität in der Region sichern

|   Ahaus

Wie lässt sich eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau im ländlichen Raum sichern? Welche Rolle spielen dabei die Qualitätsanforderungen der Politik in Bund und Land? Und wie lässt sich den Herausforderungen der Digitalisierung und des drohenden Fachkräftemangels begegnen? Viele Fragen hatte Dorothee Feller bei ihrem Besuch im Klinikum Westmünsterland im Gepäck. Zusammen mit Dr. Bernhard Thülig, Hauptdezernent für öffentliche Gesundheit der Bezirksregierung, informierte sich Münsters Regierungspräsidentin am Mittwochnachmittag über die Krankenhausentwicklung im Kreis Borken.

Direkt zu Beginn des Besuches fand Feller lobende Worte für den erst vor wenigen Wochen erfolgten Zusammenschluss des Klinikums Westmünsterlands mit dem Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn. „Wir haben den Zusammenschluss sehr positiv zur Kenntnis genommen“, betonte Feller. „Der Wille zur Kooperation ist genau der richtige Weg. Auch von politischer Seite ist die im Klinikum Westmünsterland erfolgreich praktizierte wechselseitige Schwerpunktbildung und Spezialisierung an den einzelnen Standorten zu begrüßen.“ Nur so könne in den ländlichen Regionen der schleichende Verlust einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung zugunsten der Ballungszentren und Metropolen verhindert werden, versicherte auch Thülig.

Wissen wollte die Regierungspräsidentin bei ihrem Besuch außerdem, worin die Krankenhausleitung die Herausforderungen der Zukunft sehe. Neben dem drohenden Fachkräftemangel in Medizin und Pflege waren sich die Anwesenden einig, dass vor allem im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitswesens noch Nachholbedarf bestehe. „Die Digitalisierung íst der Schlüssel, um zwischen den Standorten der Krankenhäuser, aber auch mit den den niedergelassenen Ärzten erfolgreich zusammenzuarbeiten“, stimmte die Regierungspräsidentin zu und Thülig versprach, „dort wo wir unterstützen können, werden wir das auch tun.“ Thülig sprach damit Hilfe an, die auch nach Meinung von Ludger Hellmann, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums, dringend benötigt werden: „Eine Universitätsklinik hat ihre digitale Infrastruktur zur Vernetzung der medizinischen Abteilungen auf einem Campus - wir benötigen die gleiche digitale Infrastruktur auf der Fläche des

Im Rahmen ihres rund dreistündigen Besuches ließen sich Regierungspräsidentin Feller und Thülig außerdem bei einem Rundgang den Gesundheitscampus des Ahauser Krankenhauses und die dortige Vernetzung ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen zeigen. Auch ein kurzer Besuch in der Krankenpflegeschule stand auf dem Programmm. Die dortige Ausbildung eigener qualifizierter Fachkräfte, erklärte Geschäftsführer Christoph Bröcker, spiele eine wesentliche Schlüsselrolle im erfolgreichen Kampf gegen den drohenden Fachkräftemangel in der Pflege: „Als zukunftssicherer Vollversorger mit hochspezialisierten Abteilungen und unseren Schulen bieten wir beste Bedingungen für die Ausbildung, Weiterentwicklung und Rekrutierung von Fachpersonal und sind absolut wettbewerbsfähig im Blick auf umliegende Ballungszentren.“

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