Medienkonsum hat Auswirkungen auf Sehfähigkeit

|   Ahaus

Am vergangenen Donnerstag besuchte die heimische Landtagsabgeordnete Heike Wermer, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des CDU Stadtverband Ahaus, Michael Räckers, das Augen-Zentrum-Nordwest in Ahaus. Die Geschäftsführer Dr. Stefanie Schmickler und Dr. Olaf Cartsburg gaben dabei spannende Einblicke in den Praxisalltag. Erst im vergangenen Jahr war das Augen-Zentrum-Nordwest Finalist des „Großen Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung. Eine Auszeichnung für das gesamte Team, welches nicht nur am Hauptsitz in Ahaus tätig ist. Das Augen-Zentrum-Nordwest hat daneben weitere Standorte in Bad Bentheim, Burgsteinfurt, Dülmen, Gronau, Lingen, Meppen, Münster, Nordhorn und Nottuln.

Die Fachärzte der verschiedenen Praxen arbeiten eng miteinander zusammen, Beratungen und Untersuchungen der Patienten finden hauptsächlich vor Ort statt. Nur größere Operationen würden ausschließlich in der Augenklinik am St. Marien Krankenhaus in Ahaus durch das Praxisteam durchgeführt, wie Dr. Stefanie Schmickler der Landtagsabgeordneten erklärte. Heike Wermer interessierte sich während des Gesprächs für die Entwicklung von Augenkrankheiten in den letzten Jahren und fragte nach Veränderungen beispielsweise durch die Nutzung digitaler Medien.

„Wir haben oft Patienten mit der sogenannten „Office-Eye-Disease“, also sehr trockenen Augen“, erklärte Dr. Stefanie Schmickler. Dies sei häufig die Folge von zu langer Zeit vor dem Bildschirm. Auch bei Kindern fiele den Ärzten der zunehmende Konsum von digitalen Medien auf. „Die Kurzsichtigkeit nimmt weltweit zu“, betonte Dr. Olaf Cartsburg, „vor allem Kinder sollten weniger mit dem Smartphone oder Tablet spielen und mindestens ein bis zwei Stunden pro Tag nach draußen gehen“, plädierte er. An Patienten mangele es im Augen-Zentrum-Nordwest nicht. Auch dadurch, dass die Gesellschaft immer älter wird, gäbe es viel zu tun, erklärte Dr. Olaf Cartsburg. Dr. Stefanie Schmickler ergänzte: „In Ahaus und Umgebung ist es normal regelmäßig zum Augenarzt zu gehen, in Großstädten ist das ganz anders.“

Die Landtagsabgeordnete war auch an der Fachkräftegewinnung und dem Ausbildungsmarkt interessiert. Dr. Stefanie Schmickler erklärte, sie habe den Eindruck, die Augenheilkunde sei wieder mehr in den Vordergrund gerückt: „Es ist nicht das beliebteste Fach an der Uni, aber ich denke es kommt wieder“, resümierte die Fachärztin. Das Augen-Zentrum-Nordwest sei ein erfolgreicher Ausbildungsort. Aktuell arbeiten am Standort Ahaus 16 Auszubildende.

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