Maissilage: Vorsicht vor giften Gasen

|   Ahaus

Bedingt durch die Trockenheit befindet sich im Mais, der jetzt siliert wird, außergewöhnlich viel Stickstoff. Bei der Silage von Futtermittel entstehen unvermeidbar für den Menschen gefährliche Gärgase. Besonders in der Anfangsphase der Silierung können sich erhebliche Mengen an Stickoxiden / Nitrose Gase bilden, die als orange bis rostrot gefärbte aus dem Silo entweichen und schwerer als Luft sind. Wenn derartige Gase erkennbar sind, ist besondere Vorsicht geboten. Die Gase sind hochgiftig und bewirken Reizungen und Verätzungen der Atemwege.

Die Feuerwehr gibt deshalb folgende Hinweise und steht für Rückfragen zur Verfügung:
- Auch wenn sich die Silofolie wölbt, keinesfalls die Silofolie öffnen - es besteht höchste Vergiftungsgefahr!
- Halten Sie sich nicht in der Nähe des Silos auf. Besonders gefährliche Konzentrationen ergeben sich bei Windstelle.
- Wenn sichtbar Gase entweichen: Windrichtung und Wetterlage beachten. Gegebenenfalls kann es notwendig sein, durch Lüfter (z.B. einen aufgestellten Stalllüfter) eine Verteilung / Verdünnung der Konzentration herbei zu führen.
- Nitrose Gase können noch nach mehr als 24 Stunden nach dem Einatmen zu einem Lungenödem führen. Sofern Vergiftungserscheinungen (Schwindel, Erbrechen, Reizung der Atemwege, Reizhusten etc.) auftretend, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
- In der ersten Zeit nach der Ernte der Maissilage größtmöglichen Abstand halten, Gefahrenbereich deutlich markieren, Absperrungen setzen.

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