Mädchenfußball wird zur Erfolgsgeschichte

|   Heek

Der Mädchen- und Frauenfußball beim SC Rot-Weiß Nienborg ist eine Erfolgsgeschichte. Anfang 2007 reifte die Idee, eine eigenständige Mädchenmannschaft ins Leben zu rufen. „Beim Schnuppertraining im April des Jahres war die Resonanz überwältigend“, erinnert sich Jugendgeschäftsführerin Ulrike Loske, die maßgeblich für den Erfolg des Mädchenfußballs in Nienborg steht. Im folgenden Spieljahr, und damit bereits in der zehnten Saison, nahmen gleich drei Mädchenmannschaften am offiziellen Spielbetrieb teil. 36 Mädchen wurden in der ersten Saison von Ulrike Loske, Josef Helling, Martin Lütke-Wissing und Norbert Vogelsang trainiert. „Von Beginn an waren die Mädchen mit viel Spaß, Ehrgeiz und einer vorbildlichen Trainingsbeteiligung bei der Sache“, lobt Ulrike Loske die Fußballerinnen. Aktuell sind es fünf weibliche Fußballmannschaften des Vereins, die Woche für Woche um Punkte und Tore spielen: wB-, wC-, wD- und zwei wE-Jugend. Die Resonanz bei den Mädchen ist derart groß, dass zur Rückrunde der laufenden Saison die zweite weibliche E2-Jugend nachgemeldet wurde.

„Spielerisch hat sich beim Mädchenfußball in den letzten zehn Jahren sehr viel getan. Die Akzeptanz wächst. Viele, die die Mädchenabteilung am Anfang belächelten, sind heute als Zuschauer bei den Spielen auf dem Platz“, freut sich Ulrike Loske über die Entwicklung des Mädchenfußballs in Nienborg. Sie verhehlt nicht, dass der Mädchenfußball große Anforderungen wie die Kabinenbelegung, Mannschaftsausstattung und den Spielfeldern an den Verein stellt. „Es wird immer schwieriger Trainer und Betreuer für die Mannschaften zu finden“, sagt Ulrike Loske. Sie hofft, dass der Verein auch in der kommenden Spielzeit genügend Trainer und Betreuer für alle Jugendmannschaften, sowohl weiblich als auch männlich, bekommen wird. Nur dann können alle Kinde rund Jugendlichen ihrem Hobby nachgehen und am Spielbetrieb teilnehmen.

Zu ihrer Freude tritt ihre Tochter Linda in ihre Fußstapfen. Die 20-jährige spielt in der Damenmannschaft der Rotweißen. Sie spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr spielt sie Fußball. Die ersten Jahre spielte sie wie viele andere Mädchen auch bei den Jungs. Zur neuen Saison wird sie sich als Jugendobfrau verantwortlich um die Belange der Mädchenmannschaften kümmern. Wie viele junge Frauen ist Linda Loske beispielgebend für das „Junge Ehrenamt“ bei den Rotweißen, wo aktive Spielerinnen als Trainer oder Betreuer aktiv sind.

Kontinuität setzt sich bekanntlich durch und sorgt für sportliche Erfolge. In der dritten Saison nimmt eine Damenmannschaft am Spielbetrieb in der Kreisliga B teil. Die erste Spielzeit schlossen sie auf Platz zehn ab. In der vergangenen Saison stand am Ende Rang vier zu Buche. Aktuell steht das Team vom Trainer- und Betreuerteam Werner Ammertmann, Stefan Vennemann, Hermann Terhaar und Silke Nacke an der Tabellenspitze. In 16 Spielen hat die Mannschaft bei einem Torverhältnis von 53:18 Toren 36 Punkte eingespielt. Allein 38 Treffer gingen auf das Konto von Lena Vogelsang (15), Ann-Christin Lösing (12) und Linda Loske (11). Die Torhüterinnen Thea und Johanna Kemper sind Garanten dafür, dass die Mannschaft in den bisherigen Spielen nur 18 Tore kassiert haben. Insgesamt steht den Verantwortlichen ein ausgeglichener Kader mit 22 Frauen zur Verfügung. Das Hauptgerüst stammt aus Nienborg. Mit Anna-Lena Bauerdick, Paula Schaten, Ann-Christin Lösing und Katharina Voss kommen vier Spielerinnen aus Ahle und Heek.

„Der Zusammenhalt und das jeder für jeden rennt sind für mich ebenso die Eckpfeiler wie die Spielerinnen wie Annika Bonenberg, die nicht mehr aktiv sind, bei der Truppe sind und diese tatkräftig unterstützen“, sieht Trainer Werner Ammertmann hier die Grundlage des Erfolges. „Ein Großteil der Mannschaft spielt seit der wE-Jugend zusammen, die nach dem Schnuppertraining 2007 gegründet wurde. Seit der wD bis jetzt zu den Seniorinnen sind Werner Ammertmann und Stefan Vennemann die verantwortlichen Trainer“, ist für Hermann Terhaar die jahrelange Kontinuität der Garant für den sportlichen Erfolg. „Werner ist nicht nur Trainer, sondern für die Spielerinnen auch Kumpel und die gute Seele der Mannschaft“, lobt der den Coach. Für eine gute Stimmung in der Mannschaft sorgen auch Aktivitäten außerhalb des Fußballplatzes, wie zuletzt die Saisonabschlussparty mit XXL-Kettcarfahren, Wintergang und Kegeln.

„Die Meisterschaft ist noch längst nicht entschieden. Es stehen noch einige wichtige Spiele auf dem Spielplan“, sieht Hermann Terhaar die Damenmannschaft noch lange nicht am Ziel ihrer Träume. Das werden die nächsten Wochen bis zum letzten Spieltag (27. Mai 2018) zeigen.

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