„Lisbeth van’t Amt“ im Ruhestand

|   Vreden

50 Jahre bei einem Arbeitgeber, das sei etwas ganz Besonderes, betonte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch bei der Verabschiedung von Elisabeth (Lisbeth) Geling. Am 1. Juli 1968 hat ihre Laufbahn bei der Stadt Vreden als Lehrmädchen Fräulein Wenning begonnen. Im Juli 1971 ist sie in das Angestelltenverhältnis übernommen worden.

Anschließend zählte der Bürgermeister die verschiedenen Arbeitsbereiche in der Stadtverwaltung auf. Die ersten Jahre arbeitete Lisbeth Geling an der Stadtkasse, bei ihr konnten die Kinder zum Beispiel auch die Badekarten kaufen. 1978 ging sie dann zum Bauamt, im Jahr 1979 beendete sie den Lehrgang zur Verwaltungsfachwirtin. Die weiteren Arbeitsbereiche gehörten zu den Aufgabengebieten, die heute dem Fachbereich Stadtentwicklung zugeordnet sind. So arbeitete Lisbeth Geling im Liegenschaftsamt, dem Gebäudemanagement, der Bauverwaltung und bis zuletzt in der Fachabteilung Wirtschaft und Bauen. In verschiedenen Abteilungen hatte sie die stellvertretende Fachabteilungsleitung übernommen. Lisbeth Geling habe Stadtdirektor Paul Kemper, Stadtdirektor Erich Lenfers, Stadtdirektor Werner Stüken, Bürgermeister Hermann Pennekamp und ihn als Verwaltungsspitze kennengelernt, so Bürgermeister Dr. Holtwisch. Zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum habe der damalige Stadtdirektor Stüken gratuliert, zum 40-jährigen der damalige Bürgermeister Hermann Pennekamp.

Lisbeth Geling sei nicht nur bei den Kolleginnen und Kollegen sehr beliebt, sondern übernehme als "Lisbeth van’t Amt" auch "Repräsentationsaufgaben" bei verschiedensten Auftritten in der Region. "Lisbeth kennt alle und alles und jeden Stein und weiß auch, wer ihn dahin gelegt hat", sei eine der Aussagen, die sich so manches Mal bestätigt habe, wenn einer der Kolleginnen oder Kollegen bei ihr Informationen erhalten habe.

Lisbeth Geling konnte sich noch gut an ihren ersten Arbeitstag bei der Stadtverwaltung erinnern. Sie habe das Geld aus den Parkuhren und den unterirdischen Toilettenanlagen am Marktplatz geholt, anschließend sortiert und in Papier eingerollt. Viel habe sich in den letzten 50 Jahren geändert, angefangen von den manuellen Schreibmaschinen und, tausenden von Kontokarten. Barzahlungen auch für Grundstückskäufe und Bebauungspläne mit gerade mal 5 Seiten als Anlagen wären damals ganz normal gewesen. Den Rückblick lockerte sie mit einigen "Dönkes" aus vergangenen Zeiten auf. Ruth Buning, Mitglied des Personalrates, überbrachte die guten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt der gesamten Belegschaft der Stadtverwaltung.

Anlässlich ihrer Verabschiedung hatte Lisbeth Geling die Kolleginnen und Kollegen nach dem offiziellen Teil zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Mit einem 10 Strophen umfassenden Lied, in dem die verschiedenen Lebensabschnitte und besonderen Eigenarten besungen wurden, überraschten die Kolleginnen und Kollegen des Technischen Rathauses die Jubilarin. Besonders erfreut zeigte Lisbeth Geling sich auch darüber, dass einige ehemalige Weggefährten gekommen waren.

« Zurück zur Übersicht
Ein Angebot von