Leitungskreis fördert Begegnung und Identität

|   Kreis Borken

Die Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof ist die größte diakonische Gemeinschaft in Deutschland. Zu den etwa 1.400 Mitgliedern, gehören auch viele Wittekindshofer Mitarbeitende und Ruheständler aus Gronau, Ahaus und Umgebung, die der evangelischen oder katholischen Kirche angehören. Um Begegnung, Spiritualität und die christlich-diakonische Identität vor Ort im Westmünsterland zu fördern, haben die Mitglieder in der Region einen Leitungskreis West gegründet.

In ihm arbeiten Mitarbeitende sowie Fach- und Führungskräfte gleichberechtigt miteinander, die ansonsten in einem der Wittekindshofer Wohnhäuser, in der Werkstatt, der Johannesschule oder in den Tagesstrukturierenden Angeboten tätig sind. Vier der sieben Mitglieder des Leitungskreises sind Diakone und verfügen über eine theologisch-diakonische und pädagogische oder pflegerische Fachausbildung und wurden für den sozialen Dienst der evangelischen Kirche in das Diakonenamt eingesegnete. Jörg Bomers aus Ahaus und Andrea Volkmer aus Ochtrup haben berufsbegleitend einen Ausbildungskurs, der heute als Basiskurs Kirche und Diakonie angeboten wird, besucht, um sich mit Grundlagen des christlichen Glaubens, der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie auf dem Hintergrund beruflicher und persönlicher Erfahrungen auseinander zu setzen.

Zusammen mit dem Leitungskreis West wurde Diakon Achim Steinmeier als neuer Ältester eingeführt. Er ist Vorsitzender des Rates, dem geschäftsführenden Vorstand der Brüder- und Schwesternschaft. Diakon Achim Steinmeier ist Erzieher mit diakonisch-theologischer Doppelqualifikation, hat als Basismitarbeitender und in leitender Funktion Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag unterstützt, war für das Wittekindshofer Ferienhaus in Cuxhaven und das Ideen-und Beschwerdemanagement verantwortlich. In den letzten Jahren hat er viele traditionelle, aber auch neue Formen gelebter Spiritualität für Mitarbeitende und Menschen mit Behinderung angeboten von Wochenandachten bis hin zu mehrtägigen Pilgerangeboten. In seinem Amt als Ältester will er sich besonders für die Pflege der Gemeinschaft einsetzen und betont, dass auch das Amt des Ältesten nur in konstruktiver Gemeinschaft mit den anderen Leitungsmitgliedern und Gremien gelingen könne, bei denen die Leitungskreise in den Regionen eine Schlüsselstellung einnehmen. Achim Steinmeier folgt im Amt des Ältesten auf Diakon Christian Schwennen, der nach über 47 Dienstjahren im Wittekindshof in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Als Mitglieder des Leitungskreises West der Diakonischen Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof wurden in einem Festgottesdienst in der Wittekindshofer Erlöserkirche eingeführt: Diakonischer Mitarbeiter Jörg Bomers, Sabine Niermann-Probst (beide Ahaus), Diakon Jörg Frieske, Diakon Torben Stobbe, Diakon Heiko Strahl, Diakon Michael Welz (alle Gronau) und Diakonische Mitarbeiterin Andrea Volkmer (Ochtrup).

Hintergrund: Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof

Die Brüder- und Schwesternschaft Wittekindshof wurde 1949 als geistliche Glaubens- und Dienstgemeinschaft gegründet und hat sich von Anfang in der Aus- und Fortbildung von Mitarbeitenden engagiert. Neben den Diakonenausbildungen an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld und in der Wittekindshofer Diakonenschule hat der Basiskurs Kirche und Diakonie eine lange Tradition. Weitere Schwerpunkte bilden Spiritualität, Seelsorge und Begegnung. Der Brüder- und Schwesternschaft gehören heute rund 1.400 Mitglieder an, darunter gut 600 Diakoninnen und Diakone sowie 300 Ruheständler.

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